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Miszellen: Katzenstreu und Ketchup

(Mai 2011) Ob in Kopfschmerztabletten, in Schokolade oder im Waschmittel – die Zeolithe kommen überall vor. Das auch Siedestein genannte Mineral ist vor allem in Vulkangesteinen zu finden. „Es ist in der Lage, Wasser sowie andere Elemente und sogar ganze Molekülgruppen aufzunehmen oder abzugeben. Deshalb ist es vielseitig einsetzbar, ob als Bestandteil von Dünger, Katzenstreu oder Ketchup“, sagt Dr. Birgit Kreher-Hartmann vom Institut für Geowissenschaften der Universität Jena. Weitere sozusagen unauffällige Minerale unseres Alltags sind Quarz, Gips oder Muskovit.

Einige davon stellt die Mineralogische Sammlung der Universität Jena in einer neuen Sonderausstellung bis zum 29. September vor. „Schwefel, Calcit, Zeolith, Apatit… wozu nehmen wir sie mit?“ ist die Ausstellung betitelt, in der Besucher anhand von rund 250 Exponaten Einblicke in die Welt dieser wirtschaftlich interessanten Minerale erhalten.

Seit mehreren hundert Jahren werden in und um Jena Nicht-Erze abgebaut und wirtschaftlich genutzt – und das nicht nur im Baugewerbe. Die Firma Zeiss zum Beispiel wusste die optische Qualität von Calcit zu schätzen, aus dem sie Prismen für ihre Mikroskope herstellte. Mit ihrer künstlichen Herstellung kam der Gebrauch der Naturminerale zwar zu einem Ende. Doch nach wie vor dienen sie in der Forschung dazu, die Grundlagen für die Herstellung künstlicher Varianten zu entwickeln.

Quelle: Pressemitteilung Universität Jena

Mineralogische Sammlung der Universität Jena, Sellierstraße 6, Montag und Donnerstag von 13 bis 17 Uhr, sowie nach Vereinbarung.