Porphyrfächer (Rhyolith) im Tharandter Wald. Foto: BDG

Der Rhyolith ist das Gestein des Jahres 2026. Es handelt sich um ein vulkanisches Ergussmaterial, das weltweit in Regionen mit dicker Erdkruste vorkommt, zum Beispiel in den Anden, den Rocky Mountains oder auf Island. Auch in Deutschland ist er verbreitet, etwa im Harz, Odenwald, Thüringer Wald oder in Sachsen.

Die Nominierung obliegt jedes Jahr dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V., der damit die Gesteine und ihre Rolle für unsere Wirtschaft markieren will.

Rhyolith entsteht aus besonders kieselsäurereichem Magma und ähnelt in seiner Zusammensetzung dem Granit. Kühlt die Lava extrem schnell ab, etwa wenn sie in fließendes Wasser läuft, entsteht Obsidian, ein schwarzes vulkanisches Glas, das in der Vorzeit gespalten und für Klingen genutzt wurde.

Obsidian. Foto: Daniel Penfield / Wikimedia Commons

Als Werkstein findet der Rhyolith Verwendung an Fassaden, in Pflastersteinen oder in historischen Bauwerken. Darüber hinaus ist er ein wichtiger Rohstoff für Splitt in Asphalt und Beton.

Und viele kennen ihn, ohne es zu wissen: Als Obsidian begegnet der Rhyolith Millionen Menschen täglich auf dem Bildschirm. Im Computerspiel Minecraft, dem erfolgreichsten Videospiel aller Zeiten mit über 300 Millionen verkauften Lizenzen, ist Obsidian eines der begehrtesten Materialien. Er wird dort für seinen besonders hohen Explosionswiderstand geschätzt.

Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG)