Markige Sprüche sind gut, reichen aber für die Akquise von Azubis nicht aus.Betriebe treffen mit ihren Ausschreibungen für Azubi-Angebote nicht immer die Interessen der Zielgruppe. Was die jungen Leute nämlich vor allem erfahren wollen, sind Informationen über den Job selbst, also was sie bei der Arbeit täglich tun, gefolgt von der Höhe des Verdienstes, den Arbeitszeiten und dem Arbeitsort. In einem Beitrag in der Zeitschrift „Direkt“ des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (1/2026) wird die zunehmende Gewährung von Sonderzahlungen als weniger wichtig bewertet. Der Beitrag geht zurück auf eine Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2025 zurück.

Folglich sei eine bessere Kommunikation notwendig, heißt es. Die Werbung müsste Antworten auf Fragen geben wie: „Was macht ein Maurer, ein Zimmerer, ein Straßenbauer den ganzen Tag? Was verdient man während der Ausbilung und danach? Weiter heißt es: „Auch eine authentische Beschreibung der Unternehmenskultur sowie Angaben zum möglichen Gehalt nach der Ausbildung sind relevant und sollten von den Betrieben noch stärker herausgestellt werden.“

Auch Möglichkeiten wie der Meisterbrief als Karriereschritt oder die Möglichkeit zur Selbstständigkeit seien bedeutsame Faktoren.

In einem anderen Beitrag in der Zeitschrift geht es um „Die Bundeswehr als neuer Konkurrent um junge Leute“. Analysiert werden die Verdienste als Zeitsoldat und als Azubi und die Tatsache, dass die Bundeswehr sich zum Beispiel sehr aktiv um Frauen bemüht.

ZDB „Direkt“

Bertelsmann Stiftung