Deckblatt der Broschüre.

Seit 1996, jeweils zu Allerheiligen, zeichnet die Friedhofskommission des Kantons Basel-Stadt Grabmale von herausragender künstlerischer und handwerklicher Qualität aus. Berücksichtigt werden alle Grabmale von Urnen- und Erdreihengräbern der zurückliegenden zwei Jahre. In diesem Jahr werden fünf besonders kunstvolle Grabmale auf dem Friedhof am Hörnli und die verantwortlichen Bildhauerinnen und Bildhauer ausgezeichnet. Eine Broschüre zeigt sie; wir geben die Beschreibungen in gekürzter Form wieder.

„Künstlerisch gestaltete Grabmale heben sich durch ihre besondere Ausdruckskraft und Individualität hervor – eine Symbiose aus Form, Material und Symbolik, welche Emotionen sichtbar macht“, schreibt der Leiter der Stadtgärtnerei in der Broschüre. „Sie zeigen eindrucksvoll, wie Kunst und Erinnerung harmonisch zusammenfinden, und welche Kraft ein liebevoll gestaltetes Grabmal entfalten kann.“

Die Jury der Friedhofskommission Basel-Stadt prüfte diesmal 302 Grabmale. Fünf davon zeichnete sie als handwerklich und künstlerisch beispielhaft aus.

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Friedhöfe Basel (deutsch)

Liste der prämierten Grabmale

Die Katze in fast ägyptischer Sitzhaltung neigt den Kopf lieblich und andächtig zum Namen der Verstorbenen, als würde sie in Erinnerungen lesen. Bildhaueratelier: Bildhauerei WeisskopfDie Katze in fast ägyptischer Sitzhaltung neigt den Kopf lieblich und andächtig zum Namen der Verstorbenen, als würde sie in Erinnerungen lesen. Diese Geste und die wohlproportionierte figürliche Darstellung zeugen vom Können der Bildhauerin und spiegeln die dramatische Romantik im Kleinen wider, wie sie früher bei großen Monumenten auf den alten Monumentalfriedhöfen von Genua oder Wien zu finden war.
Material: Comblanchien, französischer Jurakalkstein aus dem Burgund.
Text: Stefan Mesmer-Edelmann
Bildhaueratelier: Bildhauerei Weisskopf
 

An dem mit einem sanften Rundkopf versehenen Stein werden das scharf gestochene, randbündig platzierte Reliefschriftbild und die von der Auftraggeberin gewünschten Motive mit bemerkenswerter handwerklicher Präzision und feinem Gespür für die Proportionierung zu einem harmonischen Ganzen gefügt. Im Spiel zwischen den erhabenen Formen der Inschrift und den stempelartig vertieften Bildmotiven wird mit einfachen Gestaltungsmitteln eine prägnante Ästhetik vermittelt. Bildhauer: Marius Knupfer
An dem mit einem sanften Rundkopf versehenen Stein werden das scharf gestochene, randbündig platzierte Reliefschriftbild und die von der Auftraggeberin gewünschten Motive mit bemerkenswerter handwerklicher Präzision und feinem Gespür für die Proportionierung zu einem harmonischen Ganzen gefügt. Im Spiel zwischen den erhabenen Formen der Inschrift und den stempelartig vertieften Bildmotiven wird mit einfachen Gestaltungsmitteln eine prägnante Ästhetik vermittelt.
Material: Jurakalkstein, geschliffen
Text: Pawel Ferus
Bildhauer: Marius Knupfer
 

Ein klassisches stehendes Grabmal, bei dem jedoch nicht nur die Schauseite sorgfältig gestaltet ist: Das Reliefband mit fünfblättrigen Blüten umfasst auch die Schmalseiten und erinnert so an einen Blumenkranz, der sich um den Stein legt. Die Flächen sind gekonnt schräg behauen, seine Kanten fein gefast. Die präzise gesetzte Antiqua-Gravur ist passend zum sanften Beigeton des Steins rötlich gefasst. Bildhauer: Martin SchmidEin klassisches stehendes Grabmal, bei dem jedoch nicht nur die Schauseite sorgfältig gestaltet ist: Das Reliefband mit fünfblättrigen Blüten umfasst auch die Schmalseiten und erinnert so an einen Blumenkranz, der sich um den Stein legt. Die Flächen sind gekonnt schräg behauen, seine Kanten fein gefast. Die präzise gesetzte Antiqua-Gravur ist passend zum sanften Beigeton des Steins rötlich gefasst.
Material: Liesberger Kalkstein
Text: Rebekka Brandenberger
Bildhauer: Martin Schmid
 

Die Inschrift ist als Relief in die Fläche eingemeißelt, wodurch die Buchstaben plastisch hervortreten und mit der lebendigen Struktur des Steins verbunden bleiben. Zwei tieferliegende Leerflächen verstärken die Spannung zwischen den Vornamen. Die handwerklich gearbeitete Schrift wirkt skulptural, ihre eng gesetzten Buchstaben verschmelzen zu einem Gefüge, das mit der Maserung des Steins korrespondiert. So entsteht eine ausdrucksstarke Einheit. Bildhauer: Giorgio CaslaniDie Inschrift ist als Relief in die Fläche eingemeißelt, wodurch die Buchstaben plastisch hervortreten und mit der lebendigen Struktur des Steins verbunden bleiben. Zwei tieferliegende Leerflächen verstärken die Spannung zwischen den Vornamen. Die handwerklich gearbeitete Schrift wirkt skulptural, ihre eng gesetzten Buchstaben verschmelzen zu einem Gefüge, das mit der Maserung des Steins korrespondiert. So entsteht eine ausdrucksstarke Einheit.
Material: Kalkstein Saint-Michel, Frankreich
Text: Sonja Feldmeier
Bildhauer: Giorgio Caslani
 

Das Grabmal ohne Sockel besteht aus drei locker zusammengestellten Steinblöcken. Zwei vertikal stehende Blöcke, die in unterschiedlicher Orientierung wie zwei Pflöcke in den Boden eingeschlagen sind, rahmen den im Vordergrund liegenden Block mit Namen und Lebensdaten der Verstorbenen. Die grünschwarze Farbe und die bewegten Adern des Steins geben dem Grabmal eine edle und lebendige Erscheinung. Mit seiner Dualität aus simpler Konzeption und vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten stellt es einen gelungenen Beitrag zur zeitgenössischen Grabmalkunst dar. Bildhauer: Philipp KäppeliDas Grabmal ohne Sockel besteht aus drei locker zusammengestellten Steinblöcken. Zwei vertikal stehende Blöcke, die in unterschiedlicher Orientierung wie zwei Pflöcke in den Boden eingeschlagen sind, rahmen den im Vordergrund liegenden Block mit Namen und Lebensdaten der Verstorbenen. Die grünschwarze Farbe und die bewegten Adern des Steins geben dem Grabmal eine edle und lebendige Erscheinung. Mit seiner Dualität aus simpler Konzeption und vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten stellt es einen gelungenen Beitrag zur zeitgenössischen Grabmalkunst dar.
Material: Hospentaler Serpentin
Text: Philipp Schallnau
Bildhauer: Philipp Käppeli