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Design: Schönes für draußen (3)

(Juni 2011) Sicher ungewöhnlich ist eine Minigolf-Anlage auf einem Privatgrundstück. Die spanische Firma Arriaga Stone baute solch eine Sportstätte für einen Privatmann im Innenhof seiner Gartenanlage. Die Bahnen sind mit dem Kalkstein Jerusalem Gold belegt und mit erhöhten Rändern versehen. Start- und Zielpunkte für das Spiel sind Kreise, die als Inlays mit dem Sodalith Blue ausgeführt wurden.

Besondere Beachtung verdienen die Details, etwa Hindernisse oder in den Stein eingearbeitete Durchlässe, die der Ball auf dem Weg zum Ziel passieren muss. Um der Anlage ein altes Erscheinungsbild zu geben, wurde die Oberfläche des Steins entsprechend bearbeitet.

Arriaga Stone

Fotos: Arriaga Stone

„Tête-à-tête“ nennt Ueli Gantner seine Sitzbank, und der Name ist treffend: Denn es sitzen sich zwei Leute gegenüber und diese kommen sich gleichzeitig nahe. Auf den ersten Blick scheint dieses Design des Schweizer Bildhauers und 3D-Gestalters leicht herzustellen zu sein. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass für viele Details Lösungen zu finden waren.

Um nur ein paar zu nennen: die Rohre für die Sitzflächen und Rückenlehnen müssen aus Gründen der Bequemlichkeit absolut parallel verlaufen, was für das Bohren der Löcher besondere Anforderungen stellt. Oder: da die Rohre mit dem Stein verklebt werden, muss es möglich sein, ein Zuviel an Kleber vom Stein zu entfernen – weshalb sich Gantner für eine gespitzte Oberfläche entschied. Die Frontfläche hingegen musste möglichst glatt sein, damit die Sitzenden gerne einen Arm darauf legen.

Das Material beim Prototyp war Maggia Granit. Der Stein ist, von vorne gesehen, 90 cm hoch, 65 cm tief und zwischen 25 und 30 cm breit. Das Ganze wiegt rund 360 kg. Die Rohre sind aus geschliffenem Chromstahl. Mit dem schlichten Titel „bank“ bitte Name auch in Übersetzung hinzufügen gibt es auch eine Kombination mit mehr Sitzplätzen. Das Design hat sich der Künstler schützen lassen.

Ueli Gantner

Fotos: Ueli Gantner

„Green & Stone“ war im letzten Jahr das Motto des Projekts New Stone Age Design auf der internationalen Baumesse Saie in Bologna. Über diejenigen Arbeiten, in denen der Designer Francesco Lucchese sich mit Pflanzen beschäftigt hatte, haben wir in unserer Januar-Ausgabe berichtet.

Hier weitere Ideen von Francesco Lucchese: „Contemplazione“ („Betrachtung“) bitte den Namen in Übersetzung hinzufügen nannte er die Sitzbank mit integriertem Fahrradständer. Mit Solarzellen wird Strom für die Beleuchtung unter dem Sitz erzeugt. Der Stein ist Pietra Dolomita, Hersteller war Bonvecchio Marmi.

Bonvecchio Marmi

„XYZ“ hieß ein Stadtmöbel mit dreierlei Funktionen: Sitz, Tisch und Platz für die Lampe. Es sollte einladen zum Ausruhen, Essen oder auch zum Arbeiten am Computer. Verwendet wurden verschiedene Steinsorten. Hersteller war Marmi Ghirardi.

Marmi Ghirardi

„B-Play“ ohne Übersetzung war der Name für einen Würfel, der, wenn sich jemand auf ihm niederlässt, Musik spielen lässt. Ein Einsatzgebiet könnten auch Museen oder Galerien sein. Das Material war der Marmor Bianco de Carrara. B-Stone stellte den Prototyp her.

B-Stone

Fotos: Francesco Lucchese