www.stone-ideas.com

Märkte: mit weniger Tonnen deutlich mehr verdient

(Oktober 2011) Weniger verkauft aber damit mehr verdient. So könnte man die Zahlen für Italiens Export von Marmor-Endprodukten im Zeitraum Januar bis Mai 2011 in Worte fassen. Nach der Statistik, die die Internazionale Marmi e Macchine (IMM) Carrara vorgelegt hat, gab es in diesem Bereich einen Anstieg nach Wert um erkleckliche +6,3%, während die Tonnage kräftig rückläufig war (-10,2%). (siehe Tabelle unten)

Bei Granit-Endprodukten betrug der Anstieg nach Wert +12,1%, nach Tonnage +8,0%.

Insgesamt zeigte die Statistik in den ersten 5 Monaten des Jahres 2011 bei den Exporten einen Anstieg nach Wert um +10,4% und um +1,6% nach Tonnage. Es wurden 1,654 Millionen t ausgeführt und damit 645,585 Millionen € erzielt.

Steigerungen gab es auch bei den Importen, wenn auch geringere: Sie machten nach Wert +3,4% und nach Tonnage +2,4% aus. Statistische Ausreißer waren hier die Ergebnisse für Endprodukte aus Granit (Wert: +22,8%, Tonnage: +13,3%), für Endprodukte anderer Sorten (Wert: -19,4%, Tonnage: -6,9%) sowie für Blöcke und Platten aus Marmor (Wert: -13,2%, Tonnage -15,7%).

Nach Ländern betrachtet, waren die europäischen Länder die wichtigsten Abnehmer. In der Pressemitteilung der IMM Carrara werden Deutschland, Österreich, Frankreich und Polen besonders erwähnt. Die Schweiz und Russland zeigten eine „sehr positive Entwicklung“, während „Turkmenistan und Kroatien als lebhafte Märkte auffielen, allerdings nach Menge und Wert nur begrenzt eine Rolle spielten“.

Bei den Ausfuhren in die USA gab es nach Wert einen leichten Anstieg um +4,4% auf 83,8 Millionen €. Dahinter steckt auch hier die Tatsache, dass pro Tonne bessere Preise erzielt werden konnten. Die Gesamttonnage blieb mit +0,7% praktisch gleich. Im Wesentlichen wurden Marmor-Endprodukte geliefert.

Auch im Mittleren Osten machten die Italiener pro Tonne mehr Umsatz, gleichfalls mit Marmor-Endprodukten. Beste Abnehmer waren Saudi Arabien und Qatar.

Auch Lateinamerika zeigte eine positive Entwicklung. Allerdings war der Gesamtwert der Exporte mit 14 Millionen € in diese Länder noch recht gering, wie die IMM Carrara anmerkt.

Anders Fernost: „Nach China gab es kräftige Lieferungen von Marmor-Rohblöcken, aber nur wenig Ausfuhren für verarbeitete Produkte; nach Indien gingen Marmor-Endprodukte in großer Menge, aber die Rohmaterialien konnten nicht abheben.“