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Stone Stories: Naturstein für Seesterne und Meeresschnecken

(Januar 20112) Das war unübliche Kundschaft für die Natursteinindustrie: Tonnenschwere Steinbrocken hat die Umweltorganisation Greenpeace 2008 vor der deutschen Nordseeküste ins Meer gekippt. Sie stammten aus schwedischen und norwegischen Steinbrüchen oder waren Findlinge aus Deutschland. Auf den Granitfelsen sollen sich wieder Meereslebewesen ansiedeln.

Kürzlich haben Untersuchungen von Tauchern nachgewiesen, dass das Konzept funktioniert: Algen, Meeresschnecken und sogar kleine Krebse haben die Brocken inzwischen bezogen.

Bei der Aktion ging es um das so genannte Sylter Außenriff, eigentlich ein Meeresschutzgebiet rund 65 km vor der deutschen Insel Sylt. Obwohl es einen Schutzstatus hat, gehen laut Greenpeace dort die Fischer und die Saugbagger der Kiesindustrie weiter ihrem Gewerbe nach. Dabei hatten sie das Steinbrocken-Biotop auf den Meeresboden zerstört.

Solch ein Steinriff besteht in intaktem Zustand aus großen Mengen an Findlingen, die von den Eiszeitgletschern an manchen Stellen im heutigen Meer abgelagert worden waren. Die Zonen gelten als Oasen auf dem sonst unwirtlichen Sandboden unter Wasser. Normalerweise leben zahlreiche Tierarten zwischen den Brocken oder haben dort ihre Kinderstube.

Mit der Aktion wollte Greenpeace einen kleinen Teil des Steinriffs wieder herstellen. Dazu wurden 320 Naturfelsen in 30 m Meerestiefe versenkt.

Greenpeace

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Eine Arbeitshilfe für die Planung von Fischaufstiegsanlagen hat soeben die Bundesanstalt für Wasserbau herausgebracht. Darin taucht allerdings das Wort Naturstein nicht auf.