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Stone Stories: Neues zu den Eifelvulkanen

(März 2012) Kürzlich holte die Forschungsbohrung im Kraterzentrum des Rodderberg-Vulkans ihre letzte Bohrkernprobe aus 102 m Tiefe hoch. Dieser lange erloschene Krater über dem Rheintal hat rund 300 000 Jahre lang Schwebstoffe aus der Luft und Seesedimente in seinem Inneren angesammelt. Diese sind ein wertvolles Klimaarchiv.

Das Projekt Dust Trap, zu deutsch: Staubfalle, wird nun über 2 bis 3 Jahre die Bohrkerne und Messdaten im Labor auswerten.

Federführend sind das Steinmann Institut der Universität Bonn, das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik, Hannover, der Geologische Dienst NRW, Krefeld sowie das Institut für Geographie der Universität Bremen. Zur Arbeitsgruppe Rodderberg gehören außerdem Wissenschaftler der Universitäten Bayreuth, Braunschweig und Köln.

Dust Trap

Rohstoffgewinnung in Deutschland

Und: Der einstige Vulkanismus hat der Gegenwart wichtige Rohstoffe gebracht. Dazu zählen Basalt, Lava und Kalkstein, die in der Industrie sowie im Hausbau und im privaten Garten vielfältige Nutzung finden. Allerdings: Wenn es um die Gewinnung dieser Bodenschätze geht, sind viele Bürger nicht mehr glücklich damit. Denn sie wünschen sich weder Belästigung durch Lärm noch durch Staub, und manche würden am liebsten die Erde gänzlich unberührt lassen.

Die Initiative Natursteine Vulkaneifel, ein Zusammenschluss der Unternehmen aus der Eifel, will nun diesem wachsenden Widerstand mit sachlichen Argumenten entgegentreten. Sie bietet Informationen zur Rohstoff-Gewinnung und lädt zum Gespräch ein.

Initiative Natursteine Vulkaneifel

Geo-Thriller über Eruptionen in der Eifel

Schließlich: „Und zum Jahreswechsel bricht in Deutschland das erste Mal nach mehr als 10.000 Jahren wieder ein Vulkan aus, mit einer heftigen Eruption unmittelbar am Rhein. In Koblenz und den Orten am Mittelrhein kommt es zu allgemeiner Panik.“ So heißt es im Pressetext zu dem 2006 erschienenen Roman „Die Flucht der Ameisen (Ulrich C. Schreiber, Shayol Verlag, 360 Seiten, 24,90 €, ISBN 978-3-926126-54-2).

In dem spannenden Geo-Thriller bricht am Rand der Eifel ein Vulkan aus, der das Rheintal zuschüttet und reichlich Folgen in deutschen Landen sowie bei den Nachbarn hat. Die Ameisen sind die ersten, die die Vorgänge in der Erdkruste mitbekommen; plötzlich ändern sie ihr Verhalten. Ein Wissenschaftler stößt mit seinen Warnungen aber auf Desinteresse.

 

Tag der Archive

Die verschiedenen Erscheinungsformen des Vulkanismus sind eines der Themen, denen sich das Archiv für Geographie in Leipzig am bundesweiten Tag der Archive (3. März 2012) widmet. Gezeigt werden Studien von Alphons Stübel zum Vulkanismus im Mittelmeerrraum und in Lateinamerika. Stübel war Gründer des heutigen Leibniz-Instituts für Länderkunde, in dem das Archiv seinen Sitz hat.

Daneben geht es um Katastrophen im direkten Zusammenhang mit der Stadt Leipzig. Behandelt werden die Überschwemmungen der Pleiße 1954 und, als Beispiel für menschengemachte Katastrophen, die Folgen der Weltkriege für die Stadt.

Das Archiv für Geographie (Schongauerstraße 9, 04328 Leipzig-Paunsdorf) ist am 3. März, von 10 Uhr bis 15 Uhr für Besucher geöffnet. Führungen durch die Sammlungen gibt es um 10.30 Uhr, 12.00 Uhr und 13.30 Uhr.