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Architektur: das Material prägt das Gesicht der Räume

(Oktober 2012) Als Studie über unterschiedliche Materialien könnte man das Ginza Steak-Restaurant in Tokio bezeichnen. Entworfen hat es Aiji Inoue von Doyle Collection. Statten wir dem edlen Lokal im Vergnügungsviertel Ginza einen Besuch ab.

Schon an der Eingangstür empfängt uns Holz und Stein, genauer: Rosskastanie und Basalt. Dem Holz begegnen wir im Inneren wieder.

Da ist die Rosskastanie wieder, eine ganze Wand davon. Aiji Inoue sagt, dass ihn die Strukturen in dem edlen Material und die warme Ausstrahlung schon immer fasziniert hätten.

Wir haben uns gedreht und schauen auf den offenen Kitchen-Counter, wo man wie an einer Bar sitzt. An der Wand ist es Oya-Stone, ein vulkanisches Gestein. Er ist in Japan populär, seit Frank Lloyd Wright das Imperial Hotel in Tokio damit gestaltete. Vorne an der Bar handelt es sich um rohe Lava aus Italien.

Der Stein für den Tresen kommt aus Simbabwe und ist poliert. Roh belassen ist der Stein links an der Wand. Er kommt aus China.

Neben diesem offenen Bereich mit 13 Sitzplätzen gibt es noch eine separate Zone mit 6 Plätzen.

Auch hier finden wir an der Stirnwand den Oya-Stone. Seitlich gibt es einen neuen Materialakzent, nämlich vom Boden bis zur Decke durchsichtigen Onyx, der 6 mm dünn geschnitten und auf Trägerplatten aus Glas aufgeklebt ist. Er könnte aus Brasilien stammen, aber da ist sich der Innenarchitekt nicht mehr sicher.

Werfen wir noch einen Blick auf zwei weitere Projekte von Aiji Inoue.

Im Ryudocho Ebishima-Restaurant in Tokio hat er die Wand wieder mit Oya-Stone gestaltet.

Die Bilder nehmen die Gestaltungsweise aus einem Zen-Garten auf, Kare-san-sui im Fachausdruck: …

… Hier im Restaurant ist es ein Fluss von Kieseln, der sich durch eine Fläche aus Gips zieht.

Schließlich noch die Chronus Bar in Tokio. Die Felsen an der Wand sind beeindruckend, aber nicht echt. Es handelt sich nur um einen Gipsabdruck von Originalen aus der Natur.

Doyle Collection

Fotos: Aiji Inoue