Kurz notiert

(Januar 2013) Das Gestein des Jahres 2013 ist Kaolin (Porzellanerde), heißt es auf der Webpage des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler. Die „Porzellanerde“, wie Kaolin auch oft genannt wird, tritt in Deutschland in mehreren Bundesländern vor allem im Bereich des Vorlandes der Mittelgebirge auf: Die traditionellen und aktuellen Standorte der Porzellanindustrie wie in Meißen, Selb oder Kahla befinden sich in der Nähe dieser Lagerstätten. Jedoch wird gegenwärtig die Hauptmenge des in der Bundesrepublik produzierten Kaolins für andere Zwecke eingesetzt, etwa 50% für die Papierbeschichtung, 35% als Füllstoff für Papier und Gummi, 8% für sonstige Füllzwecke und lediglich etwa 6% für die keramische Industrie.

Latest news: The American Institute of Architects’ November Architecture Billings Index (ABI) sees positive trends in the US-building sector.

Für Computerbildschirme und –tastaturen im Stil von Louis XV kommt bei der französischen Firma Chirita auch Naturstein zum Einsatz. Die italienische Firma Marmo Più hat Tablet-Halter aus Stein (1, 2).

Leuchten aus Stein hat der deutsche Bildhauer Daniel Stoller.

Cosentino bindet nicht nur Rennfahrer und Sportler in seine Marketingkampagne für Silestone ein, sondern auch die Creme der Gastronomie: als kürzlich in Barcelona ein Sternekoch Kreationen mit Schweizer Käse zelebrierte, stellte die Firma eine Küchenarbeitsplatte im Rot der Flagge der Alpenrepublik zur Verfügung. Verstärkt präsentiert die Firma sich auch auf Küchenmessen (spanisch 1, 2).

In Angola will die Regierung die Steinwirtschaft voranbringen. Der zuständige Minister sagte bei einem Besuch in der Provinz Namibe, dass künftig Steinbruchlizenzen, die ungenutzt blieben, an andere Betreiber weitergegeben würden, berichtet das Jornal de Angola in seiner Online-Ausgabe (portugiesisch).

Im Smithsonian Museum in Washington D.C. ist der berühmte Aquamarin Dom Pedro ausgestellt. Der aus Brasilien stammende und nach den dortigen Kaisern benannte Stein ist mit ursprünglich rund 30 kg und fast 0,60 m Höhe der größte Kristall seiner Art. Geschliffen und in die Form eines Obelisken gebracht wurde er in Deutschland.

In Frankreich werden Kunsthandwerker mehr gefördert als anderswo. Es gibt sogar ein Ministerium für sie. Viele Regionen unterhalten spezielle Websites. Wir verweisen als Beispiel auf die Cevennen (französisch).

Die Massivbauweise mit Ziegeln, Betonsteinen usw liegt in Deutschland auf Platz eins: 63% würden sich dafür entscheiden, ergab eine Befragung des Münchener Bauträgers und Projektentwicklers Concept Bau bei 600 Bundesbürgern. Deutlich sind die regionalen Unterschiede: unter den Befragen aus Berlin war für 76% das Massivbauen die bevorzugte Bauweise, in Bayern nur für 55%, in Sachsen für 54%. Holz als Material kam mit 41% auf Platz 3. Das größte Interesse daran zeigten die Thüringer: über 63% würden sich für diesen Baustoff entscheiden.

Naturstein-Asphalt nennt die Firmengruppe Thomas ihren Straßenbelag, zu dem Zuschlagsstoffe aus eigenen Steinbrüchen gehören.

Video des Monats: Ein Haus, in dem ein Hobbit leben könnte, hat sich ein Tolkien-Fan in den USA bauen lassen. Verkleidet sind die Außenwände mit Bruchstein (Video, 1).