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Kurz notiert

(Januar 2013) Flughafen Berlin-Brandenburg: Angesichts des Debakels setzt Naturstein einen der wenigen erfreulichen Akzente. So jedenfalls sagte bei einer Diskussion im öffentlich-rechtlichen Inforadio ein Journalist auf die Frage, was als Positives an dem ganzen Schlamassel zu erwähnen wäre: Der Stein als Bodenbelag sei „erste Sahne, den würde man sich in der eigenen Wohnung wünschen oder auf der Terrasse“ (Minute 35:45). Vermutlich meinte er den Jura-Kalkstein im Hauptterminal. Zum Einsatz kam auch Muschelkalk und der Kalkstein Petit Granit aus Belgien. Der Innenausbau ist schon fertiggestellt, da der Flughafen eigentlich im Juni 2012 hätte in Betrieb gehen sollen.

Die Messe Bau in München (noch bis zum 19. Januar) profitiert von der günstigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland: Ihre 17 Hallen sind mit 2060 Ausstellern, davon 257 aus dem Ausland, komplett ausgebucht. 41 Länder sind vertreten. Der Deutsche Natursteinverband präsentiert sich mit 10 Mitgliedsunternehmen auf 250 m² in Halle A 4/103.  

Ein „Steine-Essen“ gehört als Überraschung zu einem Vortrag aus Anlass der Neueröffnung der Mineralogischen Sammlungen der TU Berlin. Deren Leiterin, Dr. Susanne Herting-Agthe, informiert über die Bestände dieses mehr als 200 Jahre alten und weltweit genutzten Archivs der Rohstoff-Forschung (31. Januar 2013, 15 Uhr, Ernst-Reuter-Platz 1, 10623 Berlin, 2. Etage, Hörsaal BH 243).

Dass Vulkanausbrüche mit ihrem Ascheregen kurzzeitig das Klima beeinflussen können, ist bekannt. Anhand von Sedimenten aus dem Pazifik haben Forscher nun auch den umgekehrten Mechanismus entdeckt: Wenn das Eis in Gletschern oder an den Polen schmilzt, nimmt die Aktivität der Vulkane zu, weil sich die Gewichte auf den Kontinentalplatten verschieben und neue Risse in der Erdkruste dem heißen Gestein Wege nach oben eröffnen.

Zifferblätter aus Stein für Armbanduhren beschreibt eine Webpage.

Nudelrollen und ähnliches aus Granit hat die tschechische Firma Metalgranit.

Die Stone Foundation aus den USA hat ihre Zeitschrift zum kostenlosen Download ins Netz gestellt. Zahlreiche Ideen aus der ganzen Welt für Gestaltungen mit Naturstein werden gezeigt. Der Verein will die traditionellen Arbeitsweisen der Steinmetze und den Austausch fördern.

Nachbildungen von Steinzeitäxten und -messern haben die israelischen Designer Ami Drach und Dov Ganchrow mit modernen Griffen versehen.

Am Vietnam Veterans Memorial in Washington D.C. soll ein Education Center gebaut werden. Die Fertigstellung ist für 2014 geplant. Das Memorial selbst ist ein beeindruckendes Monument: der Besucher geht über einen sanft abfallenden Weg auf der Wiese allmählicher tiefer in die Erde, und so wie er vorankommt, wachsen die Namen der im Vietnamkrieg getöteten US-Soldaten auf Wänden aus poliertem schwarzem Granit neben ihm in die Höhe. Ab einer bestimmten Tiefe ist der Lärm des Straßenverkehrs drumherum plötzlich weg und der Besucher sieht sich allein mit den unfassbar vielen Namen, mehr als 58.000.  

„Mein Freund der Kieselstein“ ist der Titel einer Ausstellung bis zum 13. Oktober 2013 im Mineralogischen Museum der Universität Bonn.

Im Blog von „Bild der Frau“ werden Fragen gestellt, die beim Kauf von Naturstein im Baumarkt nicht beantwortet werden.

Video des Monats: Einige Stein-Objekte befinden sich unter den 22 Stücken, die das Natural History Museum in London als seine wertvollsten bezeichnet und die in einer Dauerausstellung zu sehen sind: ein Fragment vom Erdmond, der Wold Cottage Meteorit, ein Dinosaurierzahn und ein versteinerter Archäopteryx. Jedes der Stücke beeinflusste unser aktuelles Verständnis von der Welt (1, 2).