Kurz notiert: Hinterbliebene schauen immer mehr auf den Preis

(Februar 2013) Hinterbliebene in Frankreich denken bei Entscheidungen über Grabmäler für ihre Verstorbenen immer mehr ans Geld: für 98% ist der Preis das wichtigste Kriterium, ergab eine nicht-repräsentative Befragung unter 80 Grabmalsteinmetzen und Beerdigungsinstituten. Weil sich darin dennoch ein allgemeiner Trend abbildet, hat die Zeitschrift Pierre Actual die Ergebnisse veröffentlicht (Ausgabe 12/2012). Durchgeführt wurde die Befragung von einer Kooperation von Granitfirmen aus der Region Tarn.

Wichtig für die Kunden ist auch die Beratung. Nach Angaben der befragten Unternehmer wünschten sich 88% der Hinterbliebenen mehr Informationen von Seiten des Steinmetzen beziehungsweise Bestatters. 60% zeigten sich offen für Grabmale mit „mehr Personalisierung“, 44% sprachen sich für „mehr Originalität“ aus. Insgesamt wussten nur 65% der Kunden vor dem Firmenbesuch, was sie eigentlich wollten. Auffallend war auch, dass sie nicht nur einen Anbieter besuchten.

Für die Zukunft erwarten die befragten Unternehmer einen „starken Druck von Billiganbietern“. Diese würden den Markt destabilisieren und dem Image der Branche schaden, so ihre Einschätzung. Nur für 44% der Kunden sei es überhaupt eine Betrachtung wert, ob ein Grabstein aus Frankreich komme oder nicht.

Derzeit haben Produkte aus Frankreich laut Befragung einen Anteil von 60% am Verkauf. 18% der Grabmale stammen aus China, 13% aus Indien und 9 % aus anderen Ländern.

Auf die Frage nach der Entwicklung ihrer Branche bezeichneten 79% der Befragten die Geschäfte im 1. Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum als „gut“, 14% als „besser“ und 7% als „sehr viel besser“. Immerhin ein Viertel meinte, insgesamt werde 2012 besser für sie laufen als das Vorjahr.

Pierre Actual (Französisch, download des Berichts 5 €, enthalten als einer der Beiträge in http://www.pierreactual.fr/n911-12-2012/120371-kiosque.html)
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