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Messen: Architekten und Einkäufer als Besucher

(April 2013) Wer in Lateinamerika in Kontakt mit Architekten und Einrichtern kommen will, muss auf der Messe Expo Revestir in São Paulo ausstellen. In diesem Jahr fand die Schau, deren Name sich mit „Verkleiden von Flächen“ übersetzen lässt, zum 11. Mal statt. 48.000 Besucher aus 54 Ländern kamen vorbei. 240 Aussteller präsentierten ihre Produkte.

Unter ihnen waren zahlreiche Steinfirmen vor allem aus Brasilien. Gemeinschaftsstände mit sowohl Naturstein- als auch Keramikfirmen hatten Italien, Portugal und Argentinien.

Teilweise war es richtig voll im Transamerica Expo Center. Kein Wunder: Brasiliens Wirtschaft boomt und sieht mit großen Erwartungen der Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr und den Olympischen Spielen 2016 entgegen.

Die Ausstrahlung der Expo Revestir geht aber über Brasilien hinaus: Zahlreiche der Besucher waren Einkäufer aus den Ländern von Mexiko bis Chile. Auch dort gibt es – mit wenigen Ausnahmen – ein kräftiges Wirtschaftswachstum.

Die Anfacer, der Verband der brasilianischen Keramikindustrie, zum Beispiel will in Kürze einen Showroom in Panama eröffnen, wie der Präsident der Messe, Antônio Carlos Kieling, bei einer Abendveranstaltung sagte.

Attraktion für die Besucher aus der Bau- und Einrichtungsbranche war das Rahmenprogramm. Der japanische Architekt Kenzo Kuma als Redner war der Höhepunkt. Er konstatierte ein weltweit gestiegenes Interesse an natürlichen Baumaterialien und sieht für die brasilianischen Architekten in der Gestaltung von Außenräumen ein viel versprechendes Feld. Wir werden demnächst detaillierter berichten.

Rund 1000 Besucher waren bei Kengo Kumas Vortrag anwesend. Das Forum ist traditionell so gut besucht, dass manche der Referenten bezahlen, um dort auftreten zu dürfen.

Stand der Firma Tamboré Mármores: Thema war der tropische Regenwald.

Wir wollen den Stand der Firma Tamboré Mármores herausheben: Thema war der tropische Regenwald, dargestellt wurde die überbordende Vielfalt der Natur. Die Idee stammte von den beiden Designerinnen von P.O. Box.

Der massige Baumriese im Zentrum des Messestands war aus Corten-Stahl gefertigt.

An seinen rostigen Ästen hingen Blätter aus verschiedenen Steinsorten, dazu runde Elemente, die das dichte Laubdach symbolisieren sollten und aus denen wiederum Blätter ausgeschnitten waren.

An seinen rostigen Ästen hingen Blätter aus verschiedenen Steinsorten, dazu runde Elemente, die das dichte Laubdach symbolisieren sollten und aus denen wiederum Blätter ausgeschnitten waren. Was sozusagen aus den Baumkronen herabgefallen war, wurde als Stein-Inlay im Boden nachgebildet.

Schließlich gab es ein paar Sitzbänke, diese nun aus echtem Holz. Und von der Rückwand strahlte unbarmherzig die tropische Sonne durch das Blätterdach.

Tamboré Mármores hat seinen Sitz in São Paulo und ist bekannt für außergewöhnliche Arbeiten mit Naturstein. P.O. Box wurde 2011 von den Designerinnen Sueli Garcia und Ila Rosete ebenfalls in São Paulo gegründet. Mit ungewöhnlichen Ideen haben die beiden sich ein Profil erarbeitet. Dafür steht der Firmenname, ausgeschrieben Pandora Office Box, mit Bezug auf die griechische Figur der Pandora, deren Büchse allerdings unangenehme Überraschungen beinhaltete.

Expo Revestir 11.-14. März 2014

Tamboré Mármores

P.O. Box