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Chancen in der Restauration

(Juni 2013) Ein Zukunftsfeld für das Handwerk liegt in der Restauration. Denn zum einen steigt das Bewusstsein für den Erhalt wichtiger Denkmale und zum anderen nimmt auch deren Zahl kontinuierlich zu. Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen Studie der Prognos AG zu den Zukunftsfeldern des Handwerks. Erstellt wurde die Untersuchung im Auftrag des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT).

Die in dem Bereich tätigen Betriebe gehen von Wachstum in den kommenden Jahren aus: im Schnitt erwarten 34% von ihnen eine Umsatzsteigerung, wie eine Befragung ergab. Genauer: 61,6% der Befragten erwarten eine „gleich bleibende“, 33,7% eine „zunehmende“ und nur 14,7 % eine „abnehmende“ Nachfrage.

Zum Vergleich: im Bereich des gewöhnlichen Altbaugeschäfts gehen in Durchschnitt nur 6% von einer Steigerung aus.

Derzeit erwirtschaften die Betriebe im Denkmalschutz jährlich insgesamt 7,5 Milliarden € Umsatz. Die Zahl denkmalgeschätzter Gebäude liegt in Deutschland zurzeit bei 800.000. Das sind, grob geschätzt, 3,5 % des Gesamtbestands.

Die Studie weist besonders darauf hin, dass Restauratoren nicht nur alte Techniken pflegen, sondern in hohem Maße auch innovative Lösungen anwenden. Das gelte zum Beispiel für die Analyse der Schäden und für die Rekonstruktion.

„Restauratoren im Handwerk sind … für den Erhalt des Weltkulturerbes unverzichtbar“, heißt es in der Studie weiter. Seit 1985 gibt es für Meister die Weiterbildung zum Restaurator im Handwerk. Seither haben etwa 5.000 Personen diese Qualifikation erworben. Es gibt sie in Gewerken vom Buchbinder bis zum Zimmermann, auch im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk.

Als weitere Zukunftsfelder für das Handwerk nennt die Studie unter anderem „Bauen im Einklang mit der Natur“, „Energiewende“, „Elektrofahrzeuge“ sowie „Gesundheit und Medizin“.

Download der Studie mit dem Titel „Zukunft kommt von Können“

(08.06.2013)