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„Erlebniswelt fränkischer Sandstein“

Fassade des Ärtzehauses Hirschstraße in Ulm (rechts) mit Mainsandstein weiß-grau, den das Bamberger Natursteinwerk in der Nähe von Breitbrunn abbaut. Foto: <a href=" http://www.schuler-mb.de"target="_blank">Schuler Metallbau</a> / <a href="http://www.martinduckek.de"target="_blank">Martin Duckek</a>

(Juli 2013) Ein großes Projekt plant der kleine Ort Breitbrunn zwischen Bamberg und Schweinfurth: dort soll ein ehemaliger Steinbruch zu einem Geschichtsort für den Sandsteinabbau in der Gegend werden. Seit gut 2 Jahren propagiert Bürgermeisterin Gertrud Bühl die Idee, die auch schon Vorläufer hatte. Als Unterstützer hat sie Martin Graser aus der Geschäftsführung des Bamberger Natursteinwerks gewonnen, der selber auch schon in die Richung dachte.

Nachdem vor einer Weile der Gemeinderat das Projekt einstimmig befürwortet hatte, wurde es am 25. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt.

Um 1900 arbeiteten um die 1000 Personen im Sandsteinabbau in der Gegend. Seitdem die Eisenbahn die Blöcke und Platten zu Baustellen in München oder Berlin transportierte, war der zu einem richtig großen Wirtschaftsfaktor geworden. Schleifsteine aus Breitbrunn gingen sogar bis nach China.

Der Weg der Steine aus den Brüchen über die Steinmetzbetriebe an die Fassaden, auf die Fußböden und in die Werkstätten soll dokumentiert werden, so Referate von Experten auf der Veranstaltung (siehe Link zum Bericht im Haßfurter Tagblatt). Dabei will Gertrud Bühler weit über die technischen Aspekte der Gewinnung damals und heute hinausgehen, weshalb der Arbeitstitel der geplanten Ausstellung „Erlebniswelt fränkischer Sandstein“ lautet. Thema soll zum Beispiel auch die Tier- und Pflanzenwelt in einem Steinbruch sein.

Inzwischen verfügen die Initiatoren über den idealen Standort für eine Präsentation: am Ortseingang von Breitbrunn liegt ein aufgelassener Kellerbruch, der kürzlich in den Besitz der Bamberger Natursteinwerke überging. Da die Firma auch über eine ganze Reihe von aktiven Brüchen in der Umgebung verfügt, ließen sich auch diese in das Konzept integrieren.

„Das Ganze könnte dienen als Kulisse für Dorffeste oder als Anziehungspunkt für Gruppen aller Art“, schrieb kürzlich die Mainpost, „es könnte Informationen über nachhaltiges Bauen liefern und aufzeigen, wo überall im Ausland fränkischer Sandstein Verwendung findet.“

Eingebunden würde auch der 2011 errichtete Kreuzweg vom Dorfrand zu einer Marienkapelle. Für ihn hatte die Bildhauerin Steff Bauer 14 lebensgroße Figuren aus Breitbrunner Sandstein errichtet. Das Natursteinwerk stiftete ds Material.

Kontakt: Getrud Bühl (Mail)

Bericht im Haßfurter Tagblatt

Bamberger Natursteinwerk

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Vertretung von Rheinland-Pfalz in Berlin. Fassade mit Mainsandstein weiß-grau des Bamberger Natursteinwerks.
Vertretung von Rheinland-Pfalz in Berlin. Fassade mit Mainsandstein weiß-grau des Bamberger Natursteinwerks. Fotos: Peter Becker