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Spektakuläres Gewölbe aus Naturstein

Freistehendes Gewölbe aus Kalkstein: Es wurde mit einem der diesjährigen französischen Architekturpreise für das Bauen mit Naturstein ausgezeichnet.

(Juli 2013) Wenn Sie, liebe Leser, in diesem Sommer an die Côte d’Azur fahren, empfehlen wir einen Abstecher ins Hinterland der Hafenstadt Toulon. Dort liegt das Städtchen Brignoles, und es beherbergt eine Steinmetzschule (L’Atelier de la Pierre d’Angle), und vor der wiederum ist von der Straße aus ein freistehendes Gewölbe ganz aus Kalkstein zu sehen. Es wurde mit einem der diesjährigen französischen Architekturpreise für das Bauen mit Naturstein (3. Concours d’Architecture Pierre Naturelle) ausgezeichnet.

Die Konstruktion geht auf eine Abhandlung aus dem 16. Jahrhundert zurück, die der spanische Architekt Alonso de Vandelvira verfasst hatte, die jedoch nie gebaut worden war.

Es überschreitet Grenzen, sowohl von der Komplexität seiner Statik, als auch von den Anforderungen an die Steinmetze.

Die Konstruktion geht auf eine Abhandlung aus dem 16. Jahrhundert zurück, die der spanische Architekt Alonso de Vandelvira verfasst hatte, die jedoch nie gebaut worden war.

Die vier äußeren Pfeiler sind vorgespannt, das heißt: durch sie hindurch verläuft ein Stahlseil, das unter Spannung steht und das die einzelnen Steine der Pfeiler an ihrem Platz hält.

Bei der aktuellen Realisierung kam eine moderne Technologie hinzu: Die vier äußeren Pfeiler sind vorgespannt, das heißt: durch sie hindurch verläuft ein Stahlseil, das unter Spannung steht und das die einzelnen Steine der Pfeiler an ihrem Platz hält. Denn das Gewicht des Gewölbes drückt mit großer Kraft von oben auf sie und zwingt sie eigentlich auseinander.

Um zusätzliche Stabilität zu erreichen, sind die Steine der Pfeiler alternierend konvex beziehungsweise konkav gearbeitet, so dass sie ineinandergreifen.

Markant bei dem Gewölbe sind die beiden Innenkreise. Unschwer kann man sich vorstellen, welche Präzision hier von den Steinmetzen verlangt wurde, um sie in die Bögen einzupassen.

Markant bei dem Gewölbe sind die beiden Innenkreise. Unschwer kann man sich vorstellen, welche Präzision hier von den Steinmetzen verlangt wurde, um sie in die Bögen einzupassen.

Bei dem Stein handelt es sich um den Pierre de Savonnières, mit dem der Gare de L’Est in Paris und Teile des Doms in Aachen verkleidet sind.

Man könne sich solch eine spektakuläre Konstruktion als einen Treffpunkt in einem Park vorstellen, heißt es in den Unterlagen des Wettbewerbs oder als Dekoration für eine Eingangshalle in einem Hotel: „Eine moderne Idee, die aus der Vergangenheit kommt, auf der Basis eines zeitlosen Materials, des Natursteins.“

Federführend an dem Projekt waren die Architekten José C. Palacios (Universidad Politécnica de Madrid) und Giuseppe Fallacara (Facoltà di Architettura del Politecnico di Bari) sowie Romain Moule (Atelier de la Pierre d’Angle).

Es überschreitet Grenzen, sowohl von der Komplexität seiner Statik, als auch von den Anforderungen an die Steinmetze.

Der Concours d’Architecture Pierre Naturelle) wurde in diesem Jahr ausgerichtet von SN ROC (Syndicat National des Industries de Roches Ornementales et de Construction) und der Zeitschrift Pierre Actual in Partnerschaft mit der École Nationale Supérieure d’Architecture de Paris-Val-de-Seine.

Fotos: Pierre Actual

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(28.07.2013)