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MIA-Pinnacle-Awards: hell und dunkel dreidimensional auf der Natursteinwand

Krungthep Kreetha Residence in Bangkok.

(September 2013) Man kann mit Licht und Schatten spielen, indem man Sonnenstrahlen derart auf eine Wand fallen lässt, dass sich dort Hell und Dunkel abwechseln. Denselben Effekt kann man auch ohne die Sonne und nur durch dreidimensional aus der Ebene herausgehobene Flächen hervorrufen: gemacht wurde das bei der Wohnzimmerwand in der privaten Krungthep Kreetha Residence in Bangkok. Dort kann man die Linien auf der Wand wie Verläufe von Licht verstehen.

Die ungewöhnliche gestalterische Idee wurde mit einem der diesjährigen Pinnacle Awards des Marble Institute of America (MIA) ausgezeichnet. Dasselbe private Wohngebäude hatte bereits 2011 einen Preis bekommen, damals für die Außengestaltung des Hauses mit Stein.

Allerdings: solche Vielecke aus einer ebenen Wandverkleidung aus Natursteinplatten herauszuarbeiten, stellt besondere Anforderungen. Die Planer von Interior Architects 49 Ltd holten deshalb Philippe Narbonne von der thailändischen Natursteinfirma Stones and Roses International ins Boot. Philippe Narbonne kann so etwas produzieren – eigentlich mache er auch bei den auf seiner Webpage gezeigten Produkten nichts anders, als mit Licht und Schatten zu spielen, spielt er die Aufgabe in einer Mail herunter.

Besondere Anforderungen stellte übrigens auch die Konstruktion, mit der die Verkleidung an der Wand angebracht ist.

Bei der Wohnzimmerwand sind langgezogene Flächen aus der Ebene hervorgehoben. Ihre Trennlinien sind farblich nachgearbeitet.

Bei der Wohnzimmerwand sind langgezogene Flächen aus der Ebene hervorgehoben. Ihre Trennlinien sind farblich nachgearbeitet.

Verstärkt wird der Effekt von Licht und Leichtigkeit durch das Material: es handelt sich um grobgeschliffenen Schiefer.

Verstärkt wird der Effekt von Licht und Leichtigkeit durch das Material: es handelt sich um grobgeschliffenen Schiefer. Das Schleifen gebe dem Stein eine hellere Farbe und mache ihn leichter, schreibt Philippe Narbonne: „Es lässt ihn schweben.“

Das Foto ganz oben zeigt den Effekt, wenn links vor dem Fenster die Sonne ihr Licht auf die Wand wirft und dieser Wechsel von hell und dunkel dann drin im Raum sich ohne Sonne fortsetzt.

Auf den Außenwänden des Gebäudes wird das Material der Schieferwand und die Anordnung ihrer Fliesen fortgeführt. Auch hier hat man es mit unerwarteten Formen zu tun, etwa bei einer Fensterwand.

Auf den Außenwänden des Gebäudes wird das Material der Schieferwand und die Anordnung ihrer Fliesen fortgeführt. Auch hier hat man es mit unerwarteten Formen zu tun, etwa bei einer Fensterwand.

Das Dach ist mit Schieferplatten belegt, damit das Material dort kontinuierlich weitergeführt wird. Von 2 Balkonen kann man auf das Dach schauen.

Das Dach ist mit Schieferplatten belegt, damit das Material dort kontinuierlich weitergeführt wird. Von 2 Balkonen kann man auf das Dach schauen.

Am schönsten wirkt die blau-graue Farbe des Schiefers ganz früh vor Sonnenaufgang: dann liegt noch Dunst über den tropischen Palmen, und das Wohnhaus und alles drumherum wirkt wie eine Einheit in blassem Farbton, den die Nacht weichgespült zu haben scheint.

Später geht dann die Sonne auf mit ihrer strahlenden Kraft und teilt die Welt in Licht und Schatten.

Ein schwarzer Schiefer ist auf dem Boden verlegt.

Krungthep Kreetha Residence in Bangkok.

Stones and Roses International

Fotos: Stones and Roses International

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(22.09.2013)