www.stone-ideas.com

Skulpturen-Ausstellung von Vater Ernst und Sohn Ernesto Ghenzi in Jona-Rapperswil

Links: Arbeit von Ernst Ghenzi (Vater), Vanga Granit mit Azul Bahia Kugel, poliert, ca. 28 cm. Rechts: Arbeit von Ernesto Ghenzi (Sohn), Bianco Cristallo Granit, 28 x 28 x 38 cm, poliert/gespitzt.

(November 2013) „Aus den Steinen ziehen sie ihre Kraft – und das seit mindestens fünf Generationen“, schreibt die Presse. Ernst Ghenzi (geb. 1934 in Schmerikon) und sein Sohn Ernesto Ghenzi (geb. 1959 in Rapperswil) entstammen einer ursprünglich aus der Toskana zugewanderten Steinmetz- und Steinbildhauerfamilie, deren Geschichte sich mehr als 260 Jahre zurückverfolgen lässt. Die Liebe zum Stein ist den Ghenzis gewissermassen in die Gene geschrieben. Trotz dieser Gemeinsamkeit gehen die beiden künstlerisch eigene Wege, wie derzeit die gemeinsame Ausstellung im Elektrizitätswerk im schweizerischen Jona-Rapperswil (EWJR) zeigt.

Ernesto und Ernst Ghenzi, Sohn und Vater.

Vater Ernst hat seine Formensprache über einen Zeitraum von rund sechzig Jahren kontinuierlich entwickelt. Bis 1989 führte er in Uznach ein Steinbildhaueratelier. Nebst Grabmalen und Brunnen schuf er in jüngeren Jahren vorwiegend naturalistisch geprägte Skulpturen und Plastiken. Seine zunehmende Auseinandersetzung mit der Kunst des 20. Jahrhunderts führte allmählich zu vermehrten Stilisierungen. Ab 1989, als seine Söhne sich selbständig machten, wandte er sich ausschliesslich der freien Kunst zu und vollzog gleichzeitig den endgültigen Schritt zum Abstrakten. Er begann monumentale Sandsteinskulpturen von schlichter Einfachheit zu modellieren und reduzierte die Formen immer mehr.

In seinen späteren abstrakten Arbeiten bediente er sich sehr oft des Materials Stahl. Immer wieder beschäftigte sich Ernst Gehnzi auch mit der Kugelform, deren strenge Geometrie er aufbrach, indem er ihr neue organische Komponenten hinzufügte. Viele seiner Werke finden sich an und in namhaften öffentlichen Gebäuden und Aussenanlagen im In- und Ausland.

Links: Arbeit von Ernst Ghenzi (Vater), Bronze poliert/patiniert auf Serpentinsockel, ca. 16 cm. Rechts: Arbeit von Ernesto Ghenzi (Sohn), Marmorera Basalt aus Graubünden, 50 x 50 x 58 cm, poliert/gespitzt.

Sohn Ernesto begann seine kunsthandwerkliche Ausbildung mit einer Steinbildhauerlehre im Atelier seines Vaters in Uznach und beim kürzlich verstorbenen Bildhauermeister Richard Brun in Zürich. Verschiedene Zeichenkurse in Zürich, ein längerer Studienaufenthalt im italienischen Pietrasanta in der Nähe der berühmten Marmorbrüche von Carrara sowie mehrere spätere Studienreisen auf den Spuren alter Kulturen prägten seine kunsthandwerkliche und künstlerische Laufbahn entscheidend. 1990 übernahm Ernesto Ghenzi die Werkstatt des Vaters und eröffnete 1991 ein eigenes Atelier in Gommiswald. Anfang 2010 verlegte er dieses in die ehemalige Spinnerei an der Spinnereistrasse 29 in Rapperswil.

Nebst Werken in Stein entstehen dort auch Bronzeplastiken, Reliefs, Zeichnungen und Gemälde. In all seinen Arbeiten sucht Ernesto Ghenzi nach klaren Linien und harmonischen Formen, aufgelockert zuweilen durch disharmonische Zwischentöne. Seine Werke strahlen Ruhe und innere Abgeklärtheit aus, Stimmungen, die sich auch auf den Betrachter übertragen. Verschiedene seiner Gross- und Kleinplastiken finden sich im öffentlichen Raum, vorwiegend in der Region. Mehrere Male nahm er erfolgreich an internationalen Schneeskulpturenfestivals teil, davon zehn Mal in Kanada.

Seit Frühjahr 2013 ist Ernesto Ghenzi Präsident des Verbandes Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister VSBS.

Die Ausstellung ist bis zum 17. November 2013 während der Öffnungszeiten des EWJR (Mo-Fr. 7.15-12.00, 13.00-17.00 Uhr) sowie am Sonntag von 14.00-17.00 Uhr geöffnet. Die Künstler sind jeweils am Samstag und Sonntag von 14.00-17.00 Uhr anwesend.

Am 10. November findet um 14.00 Uhr ein Künstlergespräch unter der Leitung von des Fachjournalisten Robert Stadler statt.

Ernst Ghenzi

Ernesto Ghenzi

Quelle: Pressemitteilung

(06.11.2013)