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Minerale helfen chronisch Nierenkranken

Der neue Wirkstoff für Nierenkranke basiert auf dem natürlich vorkommenden Friedländer Ton, hier als Rohmaterial zu sehen. Foto: FIM Biotech

(Januar 2014) Tonminerale können chronisch Nierenkranken das Leben erleichtern. Wirkstoffe aus Friedländer Ton, der vor 60 Millionen Jahren durch Meeresablagerungen von Vulkanasche im heutigen Mecklenburg-Vorpommern entstanden ist, sind geeignet, bei derart Kranken den unnatürlich hohen Phosphatgehalt im Blut zu senken, wie Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI in Rostock gemeinsam mit der FIM Biotech GmbH herausgefunden haben.

Versagt die Niere dauerhaft, lagert sich in den Gefäßen Kalziumphosphat ab. Dieses kann langfristig zu Herzerkrankungen führen. Menschen mit geschädigter Nierenfunktion haben deshalb gegenüber Gesunden ein mindestens zehnfach erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder für Schlaganfall. Bisher übliche Medikamente verursachten beträchtliche Nebenwirkungen.

Nun konnten die Forscher in Labortests und Versuchen mit Zellkulturen die gute Verträglichkeit des Tonminerals und seine hohe Bindekapazität für Phosphat nachweisen. Derzeit untersuchen sie im Tiermodell, in welchem Umfang die Tonminerale den Verlauf von künstlich ausgelösten Entzündungen positiv beeinflussen können. Beginn der klinischen Studien könnte im Frühjahr 2014 sein.

Vermutet wird außerdem, dass sich auch entzündliche Darmerkrankungen mit dem veredelten Naturrohstoff behandeln lassen.

Minerale sind auch die Grundbestandteile der Gesteine. Jeder Naturstein hat eine charakteristische Zusammensetzung und sein typisches Kristallgitter. Der Merksatz „Feldspat, Quarz und Glimmer, die vergess’ ich nimmer“ nennt vereinfacht die typischen Minerale der Granite.

Quelle: Fraunhofer Presseinformation

(03.01.2014)