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„Die Stein-Strategie. Von der Kunst, nicht zu handeln“

(Januar 2014) „Von den Steinen lernen heißt siegen lernen“ und „Von der Geologie zur Soziologie“ sind zwei der Schlagworte aus dem Buch „Die Stein-Strategie“. Es ist eines der vielen kulturkritischen Zeitgeist-Werke, die als Übel in unserem Alltag Hektik, Innovationsfieber und Medienpalaver konstatieren und die vielfältige Gegenstrategien empfehlen, hier: „Von der Kunst, nicht zu handeln“, so der Untertitel.

Dabei geht es nicht um ein neuerliches Plädoyer für Entschleunigung oder Aussteigen. Im Gegenteil: Die Stein-Strategie hat als Ausgangspunkt, dass der Zeitgenosse sehr wohl aktiv am Wirtschafts- und Gesellschaftsleben teilnehmen und konsequent seine Ziele verfolgen soll.

Nur dürfe er das nicht in Unrast und Ungeduld tun, heißt es, sondern mit Gelassenheit, Eigensinn und in einem Denken in langen Zeiträumen.

Als „Eile mit Weile“ ist die ganze Weisheit seit jeher bekannt. Knackiger ist jener Spruch „Früher Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus bekommt den Käse“, den der Autor auch anführt.

Man braucht das Buch also nicht wirklich zu lesen. Interessant für die Steinbranche aber ist ein Aspekt: wenn der Autor, Hochschullehrer für Designtheorie, wirklich ein Trendthema der Gegenwart erkannt hat, ist bemerkenswert, dass er für die Beschreibung den Begriff „Stein“ wählt.

Vielleicht also, dass das Material ganz groß herauskommt und gerade dabei ist, schick zu werden.

„Die Stein-Strategie. Von der Kunst, nicht zu handeln“, Holm Friebe, Hanser Verlag, 214 Seiten, 2013, 14,90 €, ISBN 978-3-446-43677-0

(06.01.2013)