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John Bizas: die Formen auf das Notwendigste reduziert

„Humanity“, Carrara marble, stainless steel & plexiglass. 65 x 17 x 25,5 cm.

(Januar 2014) Manche seiner Werke sind wie ausgehöhlt, so dass nur die Schale übrigbleibt. Er benutze „den leeren Raum als Material“, schreibt der griechisch-stämmige Bildhauer John Bizas auf seiner Webpage. Das mache seine Skulpturen „sehr dünn, leicht und feinfühlig“, so dass das Licht mit ihnen spielen könne.

„Superficial Sin“, Carrara statuario marble & brass.

Wir fügen hinzu: außerdem gibt es den Werken einen Status zwischen Realität und Phantasie, so dass dem Betrachter eigene Ansichten dazu kommen mögen.

„Wounded“.

Es sind die großen Themen der Menschheit, die John Bizas bearbeitet: Krieg und Frieden, Umwelt und Katastrophe, Zusammenleben und Streit. In den Titeln seiner Werke werden sie nur angedeutet, damit der Betrachter frei in seiner Interpretation bleibt. „Ich glaube, das ist besser, weil jeder seine eigene Art zu denken hat“, mailt er uns auf unsere Frage.

„Paper boat“.

John Bizas wurde in Griechenland auf der Insel Chios geboren. Während seiner Kindheit sah er dem Vater zu, wie der Arbeiten in Marmor ausführte und dabei auch künstlerische Details für Hauseinrichtungen erstellte. Im Alter von 11 Jahren fertigte Ioannis, so die griechische Version von John, das erste eigene Objekt, und damit war der Lebensweg festgelegt.

Später arbeitete er eine Zeitlang auf der Insel Tinos, die bekannt ist für Marmorbrüche und Bildhauerateliers. Danach wechselte er nach Italien und vervollständigte sein Können als Bildhauer in Ateliers in Carrara und Pietrasanta, wo er seitdem lebt.

„Culture“, Carrara & Belgium marbles and viola music instrument parts, 76 x 25 x 25 cm.

Auch wenn, wie oben gesagt, er in seinen Werken die dargestellten Objekte auf ein Minimum an Material reduziert, legt er andererseits größten Wert auf die Details. So hat seine Violine mit dem Titel „Culture“ einen Kinnhalter und die Stimmwirbel aus schwarzem Holz sowie weitere Details aus Originalmaterialien. Eine wichtige Rolle spielt für ihn der Kontrast der Materialien, schreibt er.

„Magnet table“, 75 x 45 x 50 cm.

Auch als Designer ist er tätig. Ein Beispiel ist der „magnet table“ aus Naturstein und Holz, der wie ein Hufeisenmagnet gebogen ist. Die Stücke werden in limitierter Zahl hergestellt.

John Bizas

Fotos: John Bizas

„For Peace?“, John Bizas. Foto: Stefano di Franceschi.(07.01.2014)