Kurz notiert

(Januar 2014) Aus Finnland kommt eine Behandlung für Natursteinfassaden mit Titandioxid, die nach Herstellerangaben neue Eigenschaften hat: die Oberflächen sind selbstreinigend (etwa von Graffiti und ganz ohne Abwaschen) und wasserabweisend. Zudem sollen sie die Luft in der Umgebung säubern. Die Firma gibt eine Garantie von 10 Jahren auf die Wirkungsweise. Derzeit wird ein internationales Vertriebsnetz aufgebaut.

Brasiliens Steinbranche hat bei ihren Exporten im Zeitraum von Januar bis November 2013 Steigerungen gegenüber dem Vorjahr nach Wert um 21,4% und nach Tonnage um 19,22% verzeichnet (portugiesisch).

Das Made in Italy hat in Sachen Naturstein weltweit weiterhin einen sehr guten Ruf. Das zeigen die Exportzahlen für die ersten 3 Quartale dieses Jahres, die die IMM Carrara veröffentlicht hat: Danach erreichte das Land bei den Ausfuhren von Marmor-Endprodukten gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 10% auf 648 Millionen €. Im Mittel über alle Steinsorten und Produkte verzeichneten die Exporteure +7,2% nach Wert und 3,2% nach Tonnage.    

Ab 2014 will Xertifix auch Steinbrüche und Natursteinverarbeiter in China zertifizieren, wie es bereits andere Organisationen tun. Bei Besuchen hätten Vertreter des Vereins „ähnlich katastrophale Arbeitsbedingungen … wie in Indien“ vorgefunden, heißt es im aktuellen Newsletter. Gemeint sind damit vor allem Versäumnisse beim Arbeitsschutz und bei der Arbeitssicherheit, die es laut Xertifix bei manchen Firmen gibt. Man wolle mit einem unabhängigen Institut von dort zusammenarbeiten, das „Sozialaudits für Firmen wie Adidas, Timberland und Fuji-Xerox“ durchführt. Kürzlich wurde Xertifix Sozialprojekte e.V. gegründet. Es will den Familien der Arbeiter in den Steinbrüchen und den Wanderarbeitern unter anderem eine Schulbildung vermitteln.    

Cosentino hat eine Webpage in vielen Sprachen für seinen neuen Engineered Stone Dekton eingerichtet. Kennzeichen des Materials sind innovative Eigenschaften, die unter dem Schlagwort Ultraology zusammengefasst werden. Derzeit werden die Händler für Küche und Bad in Spanien und Portugal geschult.    

In den Lough Boora Parklands in Irland entsteht „The Gathering of Stones“, ein Ringwall mit Bezügen zu vielen Mythen aus der Gegend. Beschreibungen findet man auf der Webseite der Dry Stone Wall Association of Ireland (1, 2).

Lightbeton nennt sich eine Innovation aus Deutschland, bei der Faserplatten mit 3 mm Beton beschichtet werden.     

Nach einer Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts darf die Valser Naturstein AG fertige Blöcke aus Ihrem Steinbruch abtransportieren, meldet das Portal Südostschweiz.ch. Drei Anwohner hatten dagegen geklagt.

Extremklettern am Persischen Golf ist eines der Themen in der deutschen Ausgabe von National Geographic (Januar 2014). Die Zeitschrift berichtet von Profis, die auf schmalen Felsklippen an der osmanischen Halbinsel Musandam so genanntes Deep Water Soloing betreiben: ohne Seilsicherung geht es nach oben, und wenn es nicht mehr geht, lässt man sich ins Wasser fallen. Weniger extrem ist das Freeclimbing hierzulande in den Steinbrüchen von Löbejün, wo ehemals Porphyr abgebaut wurde (Video).

Video des Monats: Die Tempelanlage von Preah Vihear wurde vom Internationalen Gerichtshof Kambodscha zugesprochen. Die Anlage aus Sandstein an der Grenze zu Thailand ist dem Gott Shiva gewidmet und rund 900 Jahre alt (1, 2, 3, 4).

(06.01.2014)