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„Bäume“ aus Stahl und ihr „Laubwerk“ aus Stein

Plaza Pormetxeta in Barakaldo.

(Januar 2013) In der spanischen Stadt Barakaldo stehen auf der Plaza Pormetxeta ganz besondere „Bäume“: sie sind aus Stahl und haben ein „Laubwerk“ aus Stein. Damit stellen sich ein paar Fragen: Wozu das? Und: wie wurde es gemacht?

Wir haben bei den Planern von Xpiral Arquitectura und MTM Arquitectos nachgefragt. Das „Wozu“ erläutern wir weiter unten, denn man kann es nur im Zusammenhang verstehen.

Über die „Äste“ und „Zweige“ aus Corten-Stahl sind Netze aus besonders stabilem Draht gespannt, auf denen die Steinbrocken ausgelegt sind.

Das „Wie“ ist einfach: über die „Äste“ und „Zweige“ aus Corten-Stahl sind Netze aus besonders stabilem Draht gespannt, auf denen die Steinbrocken ausgelegt sind.

Tatsächlich erwecken sie den Eindruck eines Laubwerks, das je nach dem Stand der Sonne ein Bild von Licht und Schatten auf den Boden wirft.

Tatsächlich erwecken sie den Eindruck eines Laubwerks, das je nach dem Stand der Sonne ein Bild von Licht und Schatten auf den Boden wirft.

Nun zum „Wozu“. Eigentlich ist der ganze Pormetxeta-Platz ein steiler Hang, mit dem Fluss Nervion am Fuß. Ehemals gab es am Ufer Schwerindustrie, und nachdem diese ihren Betrieb eingestellt hatte, lag die Gegend lange Jahre trist und vergessen.

Die Neugestaltung und Wiederbelebung hat viel Aufsehen erregt und kam 2013 in die Endausscheidung des Mies Arch, des Architekturpreises der Europäischen Union.

Zunächst hatten die Architekten sich die Wege über den Hang vorgenommen, die dort über einen Höhenunterschied von 20 m auf und ab führen. Sie wurden ausgebaut, so dass Flussufer und City nun besser verbunden sind.

Zunächst hatten die Architekten sich die Wege über den Hang vorgenommen, die dort über einen Höhenunterschied von 20 m auf und ab führen. Sie wurden ausgebaut.

Die Wege wurden aber nicht nur ausgebaut, sondern teils mit hellen Metallgittern überdacht. Das sollte Platz für Geschäfte schaffen und gleichzeitig den Bürgern Gelegenheiten geben, zu verweilen.

Die Wege wurden aber nicht nur ausgebaut, sondern teils mit hellen Metallgittern überdacht. Das sollte Platz für Geschäfte schaffen und gleichzeitig den Bürgern Gelegenheiten geben, zu verweilen.

Das Zentrum für das Verweilen ist nun die Fläche mit den Stahl-Stein-„Bäumen“.

Das Zentrum für das Verweilen ist nun die Fläche mit den Stahl-Stein-„Bäumen“. Die Aufgabe der Steinbrocken als „Geäst“ ist, dem Mittelpunkt der Anlage durch ihre schiere Masse ein optisches Gewicht zu geben und sich dem abschüssigen Hang gewissermaßen entgegenzustellen. „Die schweren Steine auf den Baumstrukturen agieren wie horizontale Stabilisatoren“, schreiben uns die Architekten, „mit anderen Materialien könnte man diesen Effekt nicht erreichen.“

Xpiral Arquitectura

MTM Arquitectos

Fotos: David Frutos/BISimages

 (30.01.2014)