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Brasilien: Steigerungen beim Export um mehr als 20%

Das Büro Kistemann & Chiodi Assessoria e Projetos, das für den brasilianischen Natursteinverband seit Jahren die Statistiken erstellt, ist bekannt für seine nüchternen Analysen und folglich zurückhaltenden Vorhersagen. In der Bilanz für 2012 hatten Denize Kistemann und Cid Chiodi angekündigt, dass für 2013 „ein Exportwachstum von mehr als 10% (nach Wert)“, möglich wäre – erreicht wurden jedoch 22,8% nach Wert und 21,8% nach Tonnage, und dies ausgehend von einem ohnehin sehr hohen Niveau!

Damit haben sich die Ausfuhren in ganz neuen Höhen anscheinend etabliert: die magische Grenze von einem Exportwert von 1 Milliarde US-$, übersprungen erstmals 2007 vor der US-Finanzkrise, ist mit dem 2013er-Ergebnis von 1,302 Milliarden US-% nun deutlich getoppt. Nach Masse waren es 2,726 Milliarden t.

Das sind beachtliche Leistungen, jedoch: der Schein trügt. Was nämlich verarbeitete Materialien angeht, hat Brasiliens Steinbranche nur wenig mehr zu bieten als Arbeitsplatten für Küche und Bad sowie Fassadenplatten oder Fliesen – man vergleiche das mit einem anderen Aufsteiger, nämlich der Türkei, oder mit Italien als Altmeister der Branche.

Eindeutig positiv an der aktuellen Jahresbilanz ist jedoch, dass es bei Marmor und Quarziten einen deutlichen Anstieg im Export gab, allerdings ausgehend von niedrigem Niveau.

Umgekehrt waren bei Schiefer die Exporte weiter rückläufig.

Weitere Daten aus der Statistik, die als Ausgabe 1/2014 des Magazins „Informe“ von der Abirochas-Webpage herunterzuladen ist:

* die Importe von Naturstein stiegen von 2012 zu 2013 nach Wert um 14,3% auf 69,6 Millionen US-$, bei Kunststein um 9,2% auf 51,9 Millionen US-$;

* der Pro-Kopf-Verbrauch an Naturstein hielt sich konstant bei 21 kg;

* bei den Lohnkosten liegt Brasilien höher als Russland, Mexiko, China oder Indien.

„Informe“ 1/2014 (portugiesisch)

Vitória Stone Fair, February 18-21, 2014

Expo Revestir, São Paulo, March 11-14, 2014

See also:

 

 

 

 
(14.02.2014)