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Ausstellung Baustelle Gotik in Freiburg i. Br.

Fabelwesen waren an Gotteshäusern besonders als Wasserspeier beliebt. Foto: Pressestelle

Update: verlängert bis 05. Oktober 2014

Als „Tretmühle“ ist das Gerät in unserem modernen Sprachgebrauch erhalten geblieben: Gemeint war ehemals damit ein Laufradkran, in dessen Trommel arme Teufel stundenlang wie der Hamster im Rad vorwärts hasteten, auf dass über Flaschenzüge und Übersetzungen tonnenschwere Lasten in die Höhe gewuchtet wurden. Zur Ausstellung „Baustelle Gotik“ ist ein solches Hebezeug von heutigen Zimmerleuten nachgebaut worden.

Die Schau im Augustinermuseum und Stadtmuseum in Freiburg im Breisgau hat das Münster in der Stadt als Themenschwerpunkt. Anlass war das 500. Jubiläum der Chorweihe am 5. Dezember 2013. Die Sonderausstellung ist noch bis zum 25. Mai zu sehen.

Neben alter Technik und alten Werkzeugen, die im Regelfall allein mit Menschen- beziehungsweise Tierkraft betrieben wurden, wird auch die Arbeit der Bauherren an den gewaltigen Kirchenbauten dargestellt. Zu sehen sind unter anderem Risszeichnungen der Domplaner, die älteste aus dem 13. Jahrhundert und Bilder der Baumeister, die unter ihren Kollegen einen besonderen Rang einnahmen.

Viele Generationen arbeiteten auf der Baustelle mitten in der Stadt, enorme Organisationsleistungen wurden vollbracht, unter anderem um die Steinblöcke heranzuschaffen oder die Arbeiter zu versorgen. Auch die finanzielle Seite solcher Projekte wird in der Ausstellung angesprochen: Spender agierten wie Sponsoren heutzutage und sicherten sich mit ihrer Freizügigkeit Sympathie bei den Gläubigen (und dereinst auch noch einen Platz im Himmel).

Baustelle Gotik

(04.03.2014)