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Europas Wirtschaft: eine „gedämpfte, aber anhaltende Erholung“ erwartet die EU-Kommission

Europas Wirtschaft steht vor einer „gedämpften, aber anhaltenden Erholung“, so die Europäische Kommission in ihrer aktuellen Prognose für 2014. Über alle 28 EU-Staaten gemittelt rechnet sie mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem Jahr um +1,6% und im Jahr 2015 um +2%. Für die Länder mit dem Euro als Währung werden für dieses Jahr +1,2% vorausgesagt (2015: +1,7%).

„2015 dürfte das Wachstum dann in allen EU-Ländern positiv ausfallen“, so die weiteren Aussichten.

Groß sind einstweilen die Unterschiede je nach Land, wie Zahlen der Statistikbehörde Eurostat für das 1. Quartal 2014 belegen. Ermittelt wurde jeweils der Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr.

Großbritannien scheint seine Krise überwunden zu haben und sticht bei den Erwartungen heraus: Es verzeichnete beim Bruttoinlandsprodukt ein Plus von 3,1%.

Deutschlands Wirtschaft ist anhaltend im Aufwind: Ihr BIP stieg um 2,3%. Herauszuheben ist, dass diese Steigerung auf eine größere Binnennachfrage zurückgeht, die Deutschen also mehr konsumieren als bislang.

Am besten steht Polen da: es verzeichnete ein Plus von 3,5%. Zahlreiche ausländische Investoren, etwa aus der Autoindustrie, haben sich im Land niedergelassen. Auch hier gibt es eine Steigerung im Konsum, jedoch noch auf niedrigem Wohlstandsniveau.

Unter den kleineren Staaten zeigten Litauen (+2,9%) und Lettland (+2,4%) deutlich positive Zahlen. Auch die Slowakei liegt anhaltend positiv (+2,0%).

Spanien scheint sich erholt zu haben, Portugal ebenso. Unklar ist die Situation in Italien.

Frankreich ist derzeit das Sorgenkind, trotz seinem leichten Wachstum (+0,8%). Aber dort liegt die Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch, und der private Konsum, traditionell die Stütze der Wirtschaft, sank zuletzt.

Zum Vergleich: laut Eurostat verzeichneten die USA ein Wachstum von +2,3%. Wie bei den vorgenannten Zahlen geht es um den Vergleich des 1. Quartals 2014 zum selben Zeitraum des Vorjahres.

Europäische Kommission

Eurostat

(10.06.2014)