MIA-Pinnacle Awards: schwarzer Basalt für „eine Atmosphäre von Spiritualität und Kultiviertheit“

Die thailändische Art der Architektur prägt diese Wohnung in Bangkok, genauer: es ist die alte Sukhothai-Kultur mit ihren Stupa-Tempeln und anderen Elementen der Religion. Die Natursteinarbeiten führte die heimische Firma Stones and Roses Intl aus und bekam dafür einen der diesjährigen Pinnacle Awards des Marble Institute of America (MIA).

Das MIA zeigt sich in seiner Kurzbeschreibung fasziniert von der asiatischen Kultur: „Es wurde eine Atmosphäre von Spiritualität, Heiterkeit und Gelassenheit sowie Kultiviertheit geschaffen.“ Die Planung oblag den Architekten von Gooseberry Design.

Wesentlich trägt der geschliffene schwarze Basalt an den Wänden im Speisezimmer zu der Atmosphäre bei. Davor sind Kunstwerke aufgestellt.Der Lichtkegel, in dem sie stehen, ist ein Leitmotiv der Gestaltung: er greift die Form der Stupas auf.

Wesentlich trägt der geschliffene schwarze Basalt an den Wänden im Speisezimmer zu der Atmosphäre bei. Davor sind Kunstwerke aufgestellt. Der Lichtkegel, in dem sie stehen, ist ein Leitmotiv der Gestaltung: er greift die Form der Stupas auf, auch Chedi genannt, jener spitz zulaufenden Türmchen, die in dieser Form typisch für die buddhistischen Tempel in Thailand sind.

Dasselbe Motiv fällt schon beim Betreten der Wohnung ins Auge: es findet sich in dem Trennelement zwischen Speisezimmer und Foyer. Dort ist es zu einem Bogen vergrößert, in dem auf unserem Foto eine prächtige Pflanze steht.

Dasselbe Motiv fällt schon beim Betreten der Wohnung ins Auge: es findet sich in dem Trennelement zwischen Speisezimmer und Foyer. Dort ist es zu einem Bogen vergrößert, in dem auf unserem Foto eine prächtige Pflanze steht. Gemauert ist der Bogen aus Brocken von braunem Sandstein und Titanerz. Das bezieht sich ebenfalls auf die Stupas und deren Mauern aus Backstein.

Sehr wirkungsvoll ist die Basaltwand mit den Mandalas, konzentrischen Kreisen, die in religiösen Riten zur Meditation dienen.

Sehr wirkungsvoll ist die Basaltwand mit den Mandalas, konzentrischen Kreisen, die in religiösen Riten zur Meditation dienen. Hier sind die Ringe mit der CNC-Maschine ausgeschnitten. Ihre innere Form ist von Hand gearbeitet. Groß und auffällig sind die Fugen zwischen den einzelnen Teilen – das wiederum soll an die massiven Natursteinwände aus den Tempelanlagen erinnern, bei denen es zwischen den riesigen Einzelblöcken naturgemäß große Zwischenräume gibt.

Weitere Steinarbeiten führte Stones and Roses Intl in den Bädern und in den Bereichen vor den Aufzügen aus.

Weitere Steinarbeiten führte Stones and Roses Intl in den Bädern und in den Bereichen vor den Aufzügen aus.

Die Wohnung liegt im 32. Stock eines Wohnhochhauses namens The Sukhothai Residences. Zu ihr gehört ein weiteres Stockwerk, in dem sich die Schlafräume usw. befinden.

Pinnacle Awards des Marble Institute of America (MIA): Stones and Roses Intl, The Sukhothai Residences in Bangkok.

Namensgeber war die historische Tempelstadt Sukhothai, die zusammen mit benachbarten Siedlungen den Rang eines Welterbes der Unesco hat. Die Blütezeit hatte sie zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert als Hauptstadt des Königreiches von Siam, das in der Nordhälfte des heutigen Thailand lag.

Die Sukhothai-Epoche schuf nicht nur außergewöhnliche Zeugnisse in Architektur und Schrift, sondern brachte auch ein weit entwickeltes Know-how in der Wasserwirtschaft hervor. Es wurden Stauseen, Kanäle und Teiche angelegt, die zur Bewässerung, für die Trinkwasserversorgung oder für religiöse Riten dienten.

Stones and Roses International

The Sukhothai Residences

Unesco Welterbe Sukhothai

Fotos: Stones and Roses Intl

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(30.08.2014)