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Hofmann aus Gamburg liefert Sandstein für die Schlossfassade in Berlin

Hofmann Naturstein aus Gamburg wird einen Teil des Steins für die Fassade des Berliner Humboldt Forums (Stadtschloss) liefern, schreibt die Mainpost. Vier der insgesamt zwölf Teile der Ausschreibung habe sich das Unternehmen gesichert und dafür in der öffentlichen Ausschreibung acht Mitbewerber ausgestochen. „Der Stein für die komplette Fassade kommt aus dem Steinbruch Warthau/Polen der Firma“, heißt es weiter. Für das Großprojekt habe man sich die Zusammenarbeit mit den Bamberger Natursteinwerken gesichert.

Insgesamt werden 8000 m³ des ockerfarbenen Steins verbaut, den Friedrich der Große durch seiner Eroberung Schlesiens an die Spree holte. Der Farbton wurde damals in Berlin als „Café au lait“ bezeichnet.

In wirklich rasanter Geschwindigkeit wächst seit Grundsteinlegung im Juni 2013 der gewaltige Bau neben dem Dom und an der Stelle des DDR-Palasts der Republik heran (siehe Link zur Webcam, unten). Im Gegensatz zu eigentlich allen öffentlichen Projekten in Berlin ist man sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan, so die lokale Presse.

Das Humboldt Forum mit der modernen Fassade auf der Spreeseite.

Zwei unterschiedliche Teile hat die Fassade: zur Spree hin trägt sie eine moderne Gestaltung, auf den drei anderen Seiten soll das Original mit den barocken Verzierungen wieder entstehen (Rendering ganz oben). Die Kosten dafür in Höhe von 80 Millionen € will der Förderverein Berliner Schloss um Wilhelm von Boddien aufbringen. Auch ein Jahr nach Baubeginn gibt es allerdings Zweifel, ob es den Spendensammlern gelingt.

Das Innenleben des Gebäudes ist an die modernen Anforderungen angepasst. Dorthin sollen unter anderem die Sammlungen zu den außereuropäischen Kulturen aus Berlin-Dahlem umziehen, so dass es in Berlins Mitte eine weltweit einmalige Präsentation der Frühzeit der Weltkulturen geben wird. Direkt nebenan liegt nämlich die Museumsinsel, wo die griechische und römische Antike zusammen mit Assyrien, Babylon und Ägypten bekannte Ausstellungen hat.

Architekt des Neubaus war der Italiener Franco Stella.

Derzeit erstellen Steinmetze und Restauratoren in der Schlossbauhütte in Spandau die barocken Zierelemente für die Fassade.

Mainpost (1, 2)

Webcam

Renderings: bbz Architekten

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(08.09.2014)