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Ideen für die Zukunft der Architektur mit Naturstein

Marco Manfra, Marco Salomoni: „Oltremuro“, zusammengesetzt aus einem Element, das ein wenig an einen Kristall erinnert.

Italiens Steinbranche ist derzeit weltweit führend in Sachen Design, und dass das so bleiben wird, zeigte die Marmomacc im September 2014 in ihrer Halle 1. Jedoch waren es nicht die groß präsentierten Arbeiten der großen Architekten, die allenfalls dazu gut waren, um in die Medien zu kommen. Viel wichtiger für die Zukunft der Branche war das unauffällige Studentenprojekt der Universität Ferrara.

Wie schon im Vorjahr (siehe ganz unten) hatten die jungen Leute während eines akademischen Jahres eine Aufgabe zu lösen, die sie unter anderem in die Steinbrüche, zu den Firmen und an deren Maschinen führte: „Lithic Verticality“ (Der Stein in der Senkrechten) lautete diesmal das Thema. Entwickeln sollten die gut 40 Nachwuchsdesigner neue Ideen für Wände oder für Mauern aus Naturstein.

Es ging also um Architektur, um Ideen für Raumteiler und genauso für Fassaden, um nur einige der Möglichkeiten zu nennen.

Marco Manfra, Marco Salomoni: „Oltremuro“, zusammengesetzt aus einem Element, das ein wenig an einen Kristall erinnert.

Im Vordergrund standen dabei Lösungen mit modularem Charakter, die sich für eine Massenproduktion eignen würden. Außerdem sollten die Studenten sich mit moderner Computer-Technologie beschäftigen, sowohl beim Entwerfen als auch bei der Herstellung der Prototypen.

Dass die Arbeiten sich durch jugendliche Frische auszeichneten und dennoch auf dem Boden der Machbarkeit blieben, war die Leistung der Dozenten von der Fakultät für Architektur und Industriedesign der Universität Ferrara: Claudio Alessandri, Raffaello Galiotto, Vincenzo Pavan und Gianluca Gimini.

Die Teilnehmer, Dozenten und Firmen des Kurses an der Universität Ferrara im akademischen Jahr 2013/14.

Wie das Foto zeigt, waren alle Beteiligten mit Herz und Seele dabei.

Auch die beteiligten Firmen trugen zu dem Erfolg bei. Es waren: das Consorzio Marmisti Chiampo (CMC), Grassi Pietre, Lithos Design, Pibamarmi, Arredo di Pietra, Altair und Software Evolve.

Aus Platzgründen können wir leider nur einige der Arbeiten zeigen.

Università degli Studi di Ferrara

Fotos/Renderings: Projekt

„Lithic Verticality“.Manuel Bernardini, Nadal Loïc: „Exagon“. Das Element mit komplexer Form erlaubt es, verschiedenartige Mauern oder Säulen zusammenzusetzen.Alessio Fidanzi, Valentina Parmeggiani: „Live Year Leawing“. Mauern wie gewebt aus 5 verschiedenen Elementen.Elena Fusto, Anna Mastellari: „Wave Kit Wall“. Aus 4 Grundelementen lassen sich 40 verschiedene Wellen formen.Paola Gallerani Guidetti, Simona Giacchi: „Rollingstone“. Innerhalb der einzelnen Bausteine gibt es drehbare Elemente.Alex Bonaveri, Gianluca Gandolfi: „Opus“. Moderne Variante eines antiken Mosaiks, wie früher für Bad und Wellness gedacht.Jacopo Martinello, Sara Vecchi: „Intreccio“. Eine Wandverkleidung aus einem „L“-förmigen Element.Filippo Petrocchi, Paolo Ragazzi: „Pantarei“. Eine Wand zum Ablegen von Hanteln und Gewichten mit Dusche nebenan.Ilaria Guglielmetti, Diana Zerbetto: „Sfumature“. Fliesen in einfachen geometrischen Formen für die Wand.Aurora Iacono: „Mur Moirè“. Mauer mit Schattenspiel und Bewegungs-Effekt beim Vorbeigehen.Laura Camelin, Francesco Visentin: „Blaze“. Hinterleuchtete Fliesen, bei denen die Steinfarbe und die Struktur an Feuer erinnern.Elia Biasio, Francesco Mattioli, Luca Squarzoni: „L 9“. Mauer, die in die Breite wachsen und verschiedenen Zwecken dienen kann.Eli Brandoli, Daniele Fregona: „Ritmo“. Aus 4 Einzelteilen lassen sich luftige Säulen zusammensetzen.

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(14.01.2015)