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Fassadensystem „Linea“ von Franken-Schotter: viele langgezogene Stein-Riemchen statt großer Platten

Franken-Schotter: Linea.

Wer bislang seine Gebäudefassade mit schmalen Riemchen statt mit großen Platten gestalten wollte, musste vorgefertigte Elemente am Mauerwerk anbringen. Das schränkte für den Architekten die gestalterischen Möglichkeiten sehr ein und erschwerte zudem eine Dämmung.

Die Firma Franken-Schotter hat nun das System „Linea“ auf den Markt gebracht, mit dem man mit schmalen und langgezogenen Riemchen eine Fassade in praktisch unendlicher Variation und dennoch kostengünstig gestalten kann.

Es handelt sich um das Prinzip einer vorgehängten Fassade, hinter der sich wie üblich eine Wärmedämmung anbringen lässt.

Wie haben es die Entwickler der Firma mit 360 Mitarbeitern an 5 Standorten geschafft, an einer Fassade trotz erstens der Vielzahl der Riemchen und zweitens ihrer Vielfalt nach Breite und Länge alle Einzelelemente gerade und dauerhaft ans Mauerwerk zu bringen?

Franken-Schotter: Linea.

Das Kunststück besteht in vertikal verlaufenden Profilen, die auf eine beliebige Unterkonstruktion aus Alu, Stahl oder Holz montiert werden. An diesen Profilen sind die Klammern angeschraubt, in die wiederum die Riemchen eingehängt werden. Der Kern des patentierten Linea-Fassadensystems besteht nun darin, dass die Bohrungen für die Klammern im Werk per CNC angebracht werden. Das garantiert, dass später an der Fassade die Steine exakt an der gewünschten Stelle sitzen.

Ebenfalls per CNC und im Werk wird in die Rückseite des Stein eine Nut eingefräst, in die der Stein eingehängt wird. Je nachdem, wie tief die Nut ist, ist das Riemchen vor- oder zurückgesetzt. Man merkt hier: da steckt viel Knowhow dahinter.

Bei Linea kann der Architekt genau planen, wie er das Mosaik der Flächen am Gebäude haben will – das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.

Franken-Schotter: Linea.

Einen weiteren interessanten Aspekt hat Linea für die ganze Natursteinbranche: ging nämlich bisher der Trend zu möglichst großen Rohblöcken, aus denen man möglichst große Fassadenplatten sägen konnte, lassen sich bei Linea sogar Reststücke aus der Produktion oder Verschnitt verwenden.

Franken-Schotter bietet zurzeit das Linea-Cladding nur mit den eigenen Materialien Dietfurter Kalkstein, Dietfurter Dolomit und Dietfurter Travertin in verschiedenen Farbtönen an.

Die verschiedenen möglichen Oberflächen und Details der Verklammerung werden auf der Linea-Webpage Webpage gezeigt.

Für Objekte in Deutschland wartet die Firma derzeit auf die allgemeine Zulassung von Linea. Im Moment muss man noch für jede Baustelle die Einzelprüfung durchlaufen.

Linea

Franken-Schotter

Fotos: Franken-Schotter

Franken-Schotter: Linea.

(19.04.2015)