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„Salons“ aus Naturstein auf den Straßen der Altstadt von La Louvière in Belgien

La Louvière: Bei der Neugestaltung der City realisierten die Stadtplaner vom Büro Skope Ideen im Kalkstein Pierre Bleue Belge.

Die Kleinstadt La Louvière in Belgien unweit der Grenze zu Frankreich hat auf ihren Bürgersteigen besondere Aufenthaltszonen für die Bürger, „Salons“ gewissermaßen, wie sie schon tituliert wurden. Seit der Modernisierung der Innenstadt laden Bänke zum Hinsetzen und Verweilen ein. Das normale Betonpflaster der Bürgersteige wird zu einem Belag aus dem heimischen Kalkstein Pierre Bleue Belge.

Einige dieser Ruhezonen sind originell gestaltet: Ringe verlaufen durch das sonst gradlinige Pflaster.

Einige dieser Ruhezonen sind originell gestaltet: Ringe verlaufen durch das sonst gradlinige Pflaster. Rundherum läuft ein Stahlband mit einer Inschrift. Gestaltet hat diese Zonen der Künstler Emile Desmedt. „Intervention” nennt man in La Louvière diese Art der Mitwirkung durch einen Außenstehenden.

Das Büro für Landschaftsplanung Skope hatte die Federführung bei dieser Modernisierung der Innenstadt. Eine der Leitlinien war, die Stadt zu begrünen. Jedoch sind nur in den Nebenstraßen Bäume gepflanzt. Die Plätze sind ganz frei, so als öffneten sich den Passanten immer wieder Lichtungen.

Die Plätze sind ganz frei, so als öffneten sich den Passanten immer wieder Lichtungen.Eine weitere Leitlinie war, die unterschiedlichen Zonen durch Material und Beleuchtung erkennbar und wieder attraktiv zu machen.

Eine weitere Leitlinie war, die unterschiedlichen Zonen durch Material und Beleuchtung erkennbar und wieder attraktiv zu machen.

So findet man den Kalkstein Pierre Blue besonders in den Bereichen des Verweilens, neben den „Salons“ auch auf den Plätzen mit langgezogenen Sitzbänken aus Holz.

Drei Farbtöne gibt es in der Pflasterung, und diese kommen durch unterschiedlich bearbeitete Oberflächen zustande.

Drei Farbtöne gibt es in der Pflasterung, und diese kommen durch unterschiedlich bearbeitete Oberflächen zustande: geflammt, gestockt und gesägt.

Die Firma Les Carrières de la Pierre Bleue Belge lieferte die stattliche Menge von rund 12.000 m². Wegen seiner großen Härte wird der Kalkstein auch als „Petit Granit“ bezeichnet.

Markant ist die Beleuchtung besonders in den „Salons“: hier  sind Leuchten aufgestellt, die an Nachttisch- oder Leselampen erinnern.

Markant ist die Beleuchtung besonders in den „Salons“: hier sind Leuchten aufgestellt, die an Nachttisch- oder Leselampen erinnern.

Ein weiteres Detail wollen wir noch erwähnen, nämlich die hellen Inlays aus Marmor. Die Darstellungen von Geschirr nehmen Bezug auf die Firma Royal Boch.

Ein weiteres Detail wollen wir noch erwähnen, nämlich die hellen Inlays aus Marmor. Die Darstellungen von Geschirr nehmen Bezug auf die Firma Royal Boch, einen Keramikhersteller, der seinen Sitz in La Louvière hat.

In der nahen Ortschaft Chimay, bekannt vor allem wegen ihres Bieres, hatte das Büro Skope eine ähnliche Aufgabe.

In der nahen Ortschaft Chimay, bekannt vor allem wegen ihres Bieres, hatte das Büro Skope eine ähnliche Aufgabe. Hier hat man Pierre Bleue in Platten beziehungsweise als Kopfsteinpflaster verwendet.

Besonderheit sind die rechteckigen Poller aus dem Stein. An bestimmten Orten laden sie zum Sitzen ein und heben so diese Zonen hervor.

Besonderheit sind die rechteckigen Poller aus dem Stein. An bestimmten Orten laden sie zum Sitzen ein und heben so diese Zonen hervor.

Daneben gibt es Quader mit einer Oberfläche aus Corten-Stahl. Die Symbole auf deren Oberfläche geben Informationen über die Stadtgeschichte.

Daneben gibt es Quader mit einer Oberfläche aus Corten-Stahl. Die Symbole auf deren Oberfläche geben Informationen über die Stadtgeschichte.

Skope

La Louvière

Chimay

Fotos: Skope

(29.04.2015)