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Naturstein wie mit höchster Präzision vernähter Stoff

Lawrence Steele, Marsotto Edizioni: „Steele on Marble“.

Was geschieht, wenn sich eine Natursteinfirma und ein Modedesigner zusammentun, um Alltagsprodukte zu entwickeln? Die Antwort gibt die neue Kollektion „Steele on Marble“ (Steele am Marmor), für die sich die italienische Firmenmarke Marsotto Edizioni und der aus den USA stammende und in Mailand tätige Jet-Set-Designer Lawrence Steele zusammengetan haben: da gibt es in den Tischen Details, wie man sie in Naturstein noch nie gesehen hat und die den Handwerkern der Firma viel abverlangt haben.

„Es war eine Herausforderung für beide Seiten“, war auf dem Fuorisalone in der Mailänder Innenstadt zu erfahren, wo im April die Kollektion erstmals präsentiert wurde.

Zum Beispiel die Füße für die Tische mit dem Namen „Closer“ (Näher): es werden zwei Lagen übereinander gelegt, so dass eine Art von Tasche mit Innen und Außen entsteht.

Zum Beispiel die Füße für die Tische mit dem Namen „Closer“ (Näher). Sie sind als Platten ausgeführt und spitz zusammenlaufend arrangiert – das kennt man. Aber dann kommt etwas hinzu, wie es im Allgemeinen nur mit Stoffen gemacht wird: es werden zwei Lagen übereinander gelegt, so dass eine Art von Tasche mit Innen und Außen entsteht.

An eine Rocktasche hat uns folglich der Unterbau von „Closer“ erinnert: drinnen dunkel, weil man nicht hineinsehen kann, außen hell wie der Stoff des Kleidungsstücks sein mag.

Um das Innen und das Außen zusammenzubringen, ist die Schicht des hellen Marmors auf ganz geringe Dicke heruntergearbeitet und auf den dickeren und dunklen Steinaufgeklebt.

Um das Innen und das Außen zusammenzubringen, ist die Schicht des hellen Marmors auf ganz geringe Dicke heruntergearbeitet und auf den dickeren und dunklen Stein aufgeklebt. Das machen die Steinleute gewöhnlich auch nicht. Eine der Herausforderungen dabei ist, die Spitze des Dreiecks, dort wo die Tasche zusammenläuft, mit den insgesamt 4 Scheiben sauber und gewissermaßen ohne ausfleddernde Naht zusammenzufügen.

Während sich der Modeschöpfer bei „Closer“ offenbar von Textilien hat inspirieren lassen, war es bei „Jim“, „Sid“ und „Lou“ die Musik der vergangenen Jahrzehnte.

Während sich der Modeschöpfer bei „Closer“ offenbar von Textilien hat inspirieren lassen, war es bei „Jim“, „Sid“ und „Lou“ die Musik der vergangenen Jahrzehnte – Morrison, Vicious and Reed muss man sich als Nachnahmen dazudenken.

Ungewöhnlich sind hier wiederum die Füße der Tische. Ihr Vorbild haben sie in High Heels.

Ungewöhnlich sind hier wiederum die Füße der Tische. Ihr Vorbild haben sie in High Heels.

Auch hier ist der weiße Marmor ein Bianco di Carrara, der schwarze ein Nero Marquina.

Auch hier ist der weiße Marmor ein Bianco di Carrara, der schwarze ein Nero Marquina. Die Oberflächen sind ebenfalls geschliffen. Die Stücke gibt es in verschiedenen Größen.

Lawrence Steele (vorne); mittlere Reihe: Maddalena Casadei (links) und Marialaura Rossiello (rechts), beide Studio Irvine; hinten: Francesco Marsotto (links), Mario Marsotto (Mitte), Costanza Marsotto (rechts).

Das Projekt wurde realisiert in Kooperation von Lawrence Steele mit Studio Irvine als Art Director sowie den Firmenchefs Costanza und Mario Marsotto.

Marsotto Edizioni

Fotos: Miro Zagnoli

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(05.05.2015)