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Vom Steinmetz zum Betrieb für Naturstein-Design

Retegui, Jean-Louis Iratzoki: „Arin“.

Am Anfang war der Steinmetzbetrieb, den Laurent Bergez 1939 in dem französischen Ort Saint Jean de Luz gründete. Das Kerngeschäft der Firma waren Grabsteine. Inzwischen, 2 Generationen später, hat sich die „Marbrerie“ zu einem Betrieb mit Schwerpunkt auf Design gewandelt. Gleichwohl stellt der Chef, Claude Retegui, studierter Bauingenieur, zusammen mit Mitarbeiter Olivier Ducout, Diplom in Mechanik und Master in CAD/CAM, weiterhin das handwerkliche Knowhow in den Vordergrund.

Für die Entwürfe arbeitet die Firma mit den Designern Jean-Louis Iratzoki und Sylvain Willenz und deren Teams zusammen.

Auch in Sachen Technologie ist man ganz vorne dabei. Dies nicht nur vom Maschinenpark her, sondern auch von der Kombination des Naturstein mit modernen Materialien. Die „Marble Collection No. 2“ zeigt die vielfältigen Ideen für Möbel und Einrichtungsgegenstände. Verschiedene Marmorsorten mit sehr prägnanten Farben werden verwendet.

Retegui, Jean-Louis Iratzoki: „Arin“.

Beim Tisch namens „Arin“ zum Beispiel ist der Marmor auf eine dünne Scheibe von 9 mm heruntergearbeitet. Die Ränder sind dicker, nämlich 18 mm (bei 20 mm Breite). Als Trägermaterial fungieren Wabenmuster aus Aluminium. Bei anderen Modellen setzt Retegui als Träger auch Platten aus Karbon oder Glasfaser aus dem Flugzeug- oder Yachtbau ein.

Designer hier und bei den folgenden Arbeiten war Jean-Louis Iratzoki.

Retegui, Jean-Louis Iratzoki: „Egala“.

Bei „Egala“ handelt es sich um Wandbretter verschiedener Länge (6 mm dicker Marmor, an den Seiten 13 mm auf 20 mm Breite). Aus einiger Distanz betrachtet, könnte man meinen, es wären Silhouetten von Albatrossen im Flug. Wie bei den anderen Objekten sind die Kanten sehr aufwändig bearbeitet.

Retegui, Jean-Louis Iratzoki: „Bigun“.

„Bigun“ heißt der Beistelltisch, bei weich und hart aufeinandertreffen. Der Sockel des Tisches besteht aus Schaumstoff und ist mit gepolstertem Gewebe umgeben. Die Tischplatte ist aus Marmor.

Retegui, Jean-Louis Iratzoki: „Bistro“.

Bei „Bistro“ gibt es die Tischplatte aus 12 mm dünnem Marmor fest montiert oder klappbar. Trägermaterial ist Coosa-Plastikschaum. Ungewöhnlich bei diesem Klassiker des Mobiliars für Gaststätten innen und außen ist der Fuß, dessen Metall farblich auf den Stein abgestimmt ist.

Retegui, Jean-Louis Iratzoki: „Tanko“.

„Tanko“ ist eine Uhr für Leute, die keinen Bedarf nach der genauen Zeit haben. An der Wand befestigt ist sie mit einem Halter aus exklusiven Ledersorten in verschiedenen Farben. Der Designer habe sich mit der Gestaltung einen Spaß gemacht, heißt es in den Presseunterlagen: Die Form erinnert an das „anti-monte-lait“, ein früher in den Haushalten übliches Gerät, um das Überkochen der Milch zu verhindern.

Retegui, Jean-Louis Iratzoki: „Domo“.

„Domo“ sind Schüsseln, etwa um Obst anzubieten.

Retegui, Sylvain Willenz: „Alaka“.

Im Folgenden Arbeiten des Designers Sylvain Willenz. „Alaka“ ist ein flexibles Regalsystem, dessen Einzelteile man auch zu Beistelltischen umformen kann.

Retegui, Sylvain Willenz: „Alaka“.

Ebenfalls „Alaka“ nennen sich verschiedene Arten von Wandspiegeln mit Ablage.

Retegui, Sylvain Willenz: „Alaka“.

„Alaka“ heißt auch der Wandhaken aus Stein.

Retegui, Sylvain Willenz: „Fabrika“.

Schließlich „Fabrika“, ein Stück, um im Büro Ordnung zu halten. Der Designer wollte damit auch das alte Fabrikgebäude der Marbrerie Retegui abbilden.

Die verwendeten Marmorsorten sind Markina Black, Savoie Grey, Carrara White, Emperador Brown und Alicante Red. Es gibt die Objekte in verschiedenen Größen.

Retegui

Fotos: Retegui

Claude Retegui (vorne), Olivier Ducout.Jean Louis Iratzoki (links), Ander Lizaso.Sylvain Willenz.

(21.05.2015)