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Frühjahrsgutachten der EU-Kommission: Wachstumssignale aus den Ländern der Gemeinschaft

„Italiens Wirtschaft wird in diesem Jahr wohl zum Wachstum zurückkehren, dank steigender Nachfrage aus dem Ausland“, schreibt die EU-Kommission. Unser Foto zeigt die Markuskirche in Venedig. Foto: Christina Kindlinger

Zwar ist das Frühjahrsgutachten der Europäischen Kommission diesmal sehr positiv und sagt im Mittel für alle 28 Mitgliedsländer ein Wirtschaftswachstum von 1,8% für das laufende Jahr und von 2,1% für 2016 voraus.

Trotz der positiven Signale aber bleibt die Kommission skeptisch, ob wirklich schon der Umschwung erreicht sei. Denn das Wachstum komme vor allem dadurch zustande, dass man es ein „seltenes Zusammentreffen positiver Faktoren“ gebe, heißt es weiter.

Etwas schlechter sind die Zahlen für die 19 Länder mit dem Euro als Währung: 1,5% für 2015 und 1,9% für 2016. Zum Vergleich: im Jahr 2014 war die Wirtschaft der gesamten EU nur um 1,4% und in der Euro-Zone nur um 0,9% gewachsen. Im Jahr zuvor hatte sie stagniert beziehungsweise war zurückgegangen.

Gemeint mit dem Zusammentreffen der Faktoren ist erstens der stark gefallene Ölpreis, der die Lebenshaltungskosten für die Bürger senkt und so den privaten Konsum antreibt. Die Steigerung in der Binnennachfrage ist der wichtigste Antrieb für das erwartete Wirtschaftswachstum, so das Gutachten. Zweitens wirkt sich die lockere Geld- und Zinspolitik der Europäischen Zentralbank positiv aus. Und drittens hat der Euro im letzten Jahr gegenüber dem US-Dollar rund 9% an Wert eingebüßt, so dass die europäischen Produkte für den Export ins Ausland billiger geworden sind.

Deshalb heißt es im Vorwort des Frühjahrsgutachtens auch fragend: „Werden die Wirtschaften zu einem stabilen Wachstum in der Lage sein, wenn dieser vorübergehende Rückenwind ausbleibt?“

Die Tabelle zeigt das erwartete Wirtschaftswachstum in Prozentzahlen. Quelle: EU-Kommission

Unsere Tabelle zeigt die Vorhersagen für die einzelnen Länder. Auch für einige außereuopäische Staaten hat die EU-Kommission Abschätzungen vorgelegt. Im Gutachten gibt es zu jedem Land detaillierte Analysen.

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(06.06.2015)