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Verbrauch an Naturstein in Deutschland stieg 2014 gegenüber dem Vorjahr um 11%

Eines der großen Projekte in Berlin ist der Neubau des Humboldt-Forums, in den Ausmaßen und mit der Fassade des ehemaligen Schlosses in der Stadtmitte. Verkleidet wird es mit Warthauer Sandstein aus dem heutigen Polen. Geliefert und bearbeitet wird der Stein von der Firma Hofmann Naturstein mit Sitz in Gamburg.

In Deutschland hat die Natursteinbranche kräftig vom anhaltenden Bauboom profitiert: im vergangenen Jahr stieg der Inlandsverbrauch an Endprodukten aus Stein um 11,7% auf 2.202.626 t, nach Wert um 5,8% auf 627,548 Millionen €. Zum Vergleich das Jahr 2013: 1.971.671 t = 592,869 Millionen € (siehe Tabelle).

Ohne Zweifel schätzen die Verbraucher in Europas derzeit wirtschaftlich stärkstem Land Granite, Marmore & Co., wie der Verband DNV (Deutscher Naturwerkstein-Verband) in einer Pressemitteilung anlässlich der Messe Stone+tec (13.-16. Mai 2015) konstatierte.

Einer spürbaren Steigerung der einheimischen Produktion um +6,7% gegenüber dem Vorjahr stand eine Steigerung der Importe sogar um +18,1% gegenüber.

Vielleicht zeigt sich an diesen Zahlen insgesamt ein neues Phänomen: dass nämlich Architekten und Bauherren in den entwickelten Volkswirtschaften eine LEED-Zertifizierung für ihre Gebäude anstreben. Damit würden Steinlieferungen aus einem Umkreis von maximal 800 km um die Baustelle gefördert.

Besonders auffallend an den Zahlen des DNV ist die Steigerung beim Verbrauch von einheimischem Marmor oder Travertin: +25,4% gegenüber dem Vorjahr wurden hier erreicht.

Vom Gesamtverbrauch haben die heimischen Firmen nach Wert nicht viel mehr als die Hälfte geliefert.

Deutscher Naturwerkstein-Verband, DNV (deutsch)

(21.06.2015)