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„Alligator“: Spaltmaschine für unregelmäßige und schiefe Natursteinblöcke

Silen Superhydrosystems: „Alligator“.

„Alligator“ nennt Dr. Yury Lebedev seine Spaltmaschine für Blöcke mit unregelmäßigen Formen. Der Name bezieht sich auf die Stempel, die zunächst den Stein fixieren, und auf die Keile, die ihn danach quasi zerbeißen. Vorgestellt hat der russische Ingenieur seine Technologie auf der Messe in Xiamen im März dieses Jahres.

Derzeit ist er mit seiner Firma Silen Superhydrosystems auf der Suche nach Geschäftspartnern vor allem in China. Das Unternehmen mit Sitz in der Republik Altai [Altai Republic] im asiatischen Teil Russlands ist Teil des Konsortiums Chief Group, das sich auf die Entwicklung innovativer Technologien konzentriert.

Vergleichsweise handlich ist „Alligator“ mit den Maßen 2,6 m breit, 2 m hoch und 0,7 m tief, so dass die Maschine auch direkt im Steinbruch eingesetzt werden könnte. Ihre hauptsächliche Anwendung soll sie bei Steinbrocken haben, die heutzutage entweder als Rest im Bruch verbleiben oder zu Schotter verarbeitet werden. Solche Stücke ließen sich mit seiner Technologie kostengünstig etwa zu Polygonalplatten aufspalten, so Lebedev.

Silen Superhydrosystems: „Alligator“.

Drei Größenvarianten der Maschine gibt es: in der Breite neben der Version von 2,6 m auch die Alternativen mit 1,10 m und 1,70 m. Maximal lassen sich damit Brocken von 2,5 m Breite und 80 cm Höhe spalten. Die Maschine wiegt in der größten Variante 3 Tonnen. Ihre Spaltkraft beträgt maximal 1000 t.

Auf zwei mit Patent geschützten Besonderheiten basiert die Funktionsweise. Zum einen sind es die Stempel, die den Block festhalten. An der Oberseite des Steins erlauben sie bis zu 50 cm Unebenheit im Stein, an der Unterseite bis zu 20 cm. Zum anderen sind es die Spaltkeile, die ebenfalls mit einer neuartigen Technologie arbeiten, so Lebedev.

Silen Superhydrosystems: HRS-System.

Er stellte in Xiamen noch eine weitere Neuheit vor: es ist das HRS-System zum Spalten gewöhnlicher Blöcke. Hier besteht die Besonderheit darin, dass der Druck mit einer Handpumpe erzeugt wird und das ganze System sich wie mit einem Golf-Trolley durchs Gelände transportieren lässt.

Der maximal erreichbare Druck beträgt 150 Megapascal. Mit Wasser mit Glyzerin-Zusatz beziehungsweise bei teuren Steinsorten durch reines Wasser wird die Kraft von der Handpumpe zum Splitter im Bohrloch übertragen.

Besonderheit der Technologie ist hier der Splitter. Lebedev gibt sich im Gespräch geheimnisvoll und sagt, dass besonders hochwertiger Stahl aus militärischer Verwendung zum Einsatz komme.

Silen Superhydrosystems

Video (1, 2)

Fotos: Silen Superhydrosystems

(23.06.2015)