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Marmomacc 2015: Internationale Preise für Naturstein-Architektur

Zum 14. Mal werden auf der kommenden Marmomacc (30. September – 03. Oktober 2015) die Internationalen Preise für Naturstein-Architektur vergeben. Alle 2 Jahre prämiert eine Jury außergewöhnliche Bauideen mit Naturstein. Kurator der Auswahl ist Vicenzo Pavan von der Abteilung für Architektur an der Universität Ferrara.

Die ausgewählten Arbeiten werden auf der Marmomacc in der Castelvecchio Gallery zwischen Halle 2 und 3 gezeigt.

Wir geben die offizielle Pressemitteilung gekürzt wieder:
 

Emre Arolat Architects: Sancaklar Moschee, Istanbul, 2012: Das Konzept der Architekten wird von der Landschaft bestimmt, so dass das Gebäude quasi eine Verlängerung der Umgebung ist. Eine Abfolge von rauen Steinmauern und Steintreppen führt in die unterirdischen Bereiche, in denen der Gebetsraum liegt und die wie Kavernen gestaltet sind. Eine sorgfältige Verteilung des Lichts trägt zu der ungewöhnlichen Atmosphäre der unterirdischen Räume bei.
 

David Chipperfield Architects: Jumex Museum, Mexico City, 2013: Das Jumex Museum mit seinen Überhängen und dem unverkennbaren Shed-Dach konfrontiert die Stadt mit einer Stereometry von großer Kraft. Die großen Platten des Xalapa Travertins betonen den Kontrast zwischen der Offenheit des Grundrisses im Erdgeschoss, der Panorama-Loggia im 1. Stockwerk und der Kompaktheit auf den Geschossen darüber.
 

Max Dudler + Atelier WW, Hochhäuser in der in Hagenholzstraße, Zürich, 2013: Es ist als ob die urbildliche Form des Steins, der Block und der geometrische Körper, die Architektur in einer linearen und direkten Komposition bestimmen würde.
 

Henegan Peng Architects, Visitor Center zum Giant’s Causeway, Antrim, Nordirland, 2014: Das Gebäude nahe an einem der schönsten Teilstücke der nordirischen Küste mit den berühmten Basaltsäulen ist auf hervorragende Art und Weise in die Landschaft integriert.
 

Perraudin Architectes, Sozialwohnungen in massiver Steinbauweise, Cornebarrieu, Frankreich, 2011: Perraudins Projekt ist besonders interessant, weil der Architekt Stein als Baumaterial nutzt, nicht bloß für Verkleidungen. Dass außerdem hier Naturstein für Sozialwohnungen verwendet wird, adelt das Material, da sozialer Wohnungsbau im Allgemeinen nur mit bescheideneren Baustoffen in Verbindung gebracht wird.
 

„Ad Memoriam“ Award: Adalberto Libera (1903-1963), Horizontale Wohneinheit im Tuscolano Quartier, Rom, 1950-1954: Adalberto Libera war einer der originellsten unter den italienischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Sein Projekt für den Tuscolano-Distrikt in Rom ist ein historisches Dokument dafür, wie Italien sich dem Bauen nach dem 2. Weltkrieg stellte und wie dabei oftmals lokales Material wie Naturstein genutzt wurde.

Marmomacc (30. September – 03. Oktober 2015)

(15.07.2015)