www.stone-ideas.com

37% der Steinmetze schätzen ihre Situation als gut ein, 95% als gut oder befriedigend

Der Bundesverband Deutscher Steinmetze führt seit 1997 jeweils im Frühjahr und im Herbst eine Konjunkturumfrage durch. In der aktuellen Frühjahrsumfrage bestätigt sich der Trend der letzten Jahre: Die Stimmung ist bei 95 % der befragten Betriebe gut oder befriedigend, bei 37% gut.

Obwohl der Grabmalbereich weiterhin als kritisch gesehen wird, bleibt die Umsatzverteilung mit 64,9 % gegenüber den anderen Arbeitsfeldern Bau (23%), Restaurierung (9,4%) und Gartengestaltung (2,6) gleich. Die bisherigen Erfahrungen im Zuge der massiven Veränderungen am Friedhof zeigen, dass vor allem individuelle Grabmale und die Schaffung neuer Grabmalkonzepte/-angebote eine Chance sind, sich als Grabmalsteinmetz weiter am Markt zu behaupten.

Auch im Mitarbeiterbereich bestätigt sich die stabile Lage mit einem Durchschnittswert von 6,4 Mitarbeitern pro Betrieb, der zu den vorherigen Umfragen kaum verändert ist. Die Aussichten weisen jedoch eher nach unten: Die Betriebe planen keine Expansion, sondern gehen von einem stabilen oder rückgängigen Mitarbeiterstamm aus.

Deutliche Rückgänge werden im Restaurierungsbereich erwartet – ein Umstand, der für das traditionelle Steinmetzhandwerk als sehr bedenklich angesehen werden muss. Immer deutlicher wird hier eine Entwicklung, bei der nicht zuletzt auch durch politische Entscheidungen die Steinmetze trotz ihrer hervorragenden Aus- und Weiterbildung aus der Denkmalpflege gedrängt werden.

Im Bau ist die Entwicklung gleichbleibend. Obwohl Naturstein als Baustoff wieder mehr an Bedeutung gewinnt, ist es für die meist kleinen Betriebe im Steinmetzhandwerk schwierig, passende Aufträge zu bekommen.
Mittelfristig ist aber zu beobachten, dass Betriebe sich nach und anch umstellen und sich fachlich, technisch und mit entsprechend ausgebildetem Fachpersonal auf diesen expandierenden Markt einstellen.

Die komplette Auswertung der Befragung kann per Mail angefordert werden.

Quelle: BIV

(05.08.2015)