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Der Baumberger Kalksandstein ist Thema der Veranstaltungsreihe „Sandstein in Westfalen“ am 19. September 2015

Münster, Rathausgiebel, links Stadtweinhaus. Foto: Tasto / Wikimedia Commons„Sandstein in Westfalen“ ist der Titel einer Veranstaltungsreihe der Historischen Kommission für Westfalen, in der es um die Sandsteinreviere und ihre Bedeutung für die Region geht. Nachdem vor einem Jahr der Anröchter Grünsandstein und der Rüthener Sandstein behandelt wurden, steht am 19. September 2015 der Baumberger Kalksandstein auf dem Programm.

Die Vorträge finden im Sandsteinmusuem in Havixbeck statt. Am Nachmittag schließt sich eine Exkursion in den Steinbruch und in die Verarbeitungsanlagen der Firma Wilhelm Fark GmbH an.

Um das Jahr 1000 n. Chr. wurde der Baumberger Kalksandstein als Material für Architektur und Bildhauerei entdeckt. Wie der Name sagt, stammt er von dem Höhenzug in Westfalen ungefähr zwischen Münster und Coesfeld.

Hof Schulze Hauling in Heller, Gemeinde Nottuln. Foto: Günter Seggebäing / Wikimedia Commons

Der Stein mit einem hohen Calcitanteil bildete sich vor 70 bis 80 Millionen Jahren in der Kreidezeit aus dem Schlamm eines Meeres. Er ist „dicht, aber gleichzeitig weich und feinkörnig“, heißt es auf der Webseite des Museums, das in seinen Präsentationen auch die Handwerksgeschichte der Steinhauer und Steinmetzen dokumentiert. Nicht zuletzt die im Sonnenlicht leuchtend gelbliche Farbe machte den Stein bei Bauherren und Künstlern beliebt.

St.-Paulus-Dom, Münster. Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons

Ganz mit Baumberger Kalksandstein verkleidet sind das Historische Rathaus der Stadt Münster (Foto ganz oben) und der St-Paulus-Dom dort. An zahlreichen weiteren Bauwerken im Münsterland und im Rheinland findet man ihn. Zu Zeiten der Hanse gelangte er mit Bildhauern bis nach Riga. Derzeit sind noch 3 Brüche in den Baumbergen aktiv.

Themen der Vorträge sind:
* Der Baumberger Sandstein – Geologie, Nutzungsgeschichte und Bedeutung für die Region (Dr. Joachim Eichler, Sandsteinmuseum Havixbeck);
* Der Baumberger Sandstein als Werkstoff der mittelalterlichen Steinmetzkunst (Dr. Esther von Plehwe-Leisen, Untersuchungslabor für Fragen der Natursteinerhaltung LPL, Köln);
* Beschaffung und Einsatz des Baumberger Sandsteins beim Bau des Schlosses Horst (Elmar Alshut, Stadt Gelsenkirchen);
* Anmerkung zum Baumberger Sandstein (Hon. Prof. Dr. Uwe Lobbedey, Münster).

Weitere Informationen und Anmeldung: Historische Kommission für Westfalen, Veranstaltungen

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(20.08.2015)