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Zum ersten Mal eine Stein-Führung zur neuen „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz

Mit Ornamenten sind die Natursteinfassaden der „Mall of Berlin“ verziert. Foto vom August 2014.

Dr. Gerda Schirrmeister ist Spezialistin für Natursteine an Bauten (nicht nur) in Berlin und hat soeben das Herbstprogramm ihrer Führungen verschickt. Sie schreibt:

„Wer im August für die Premiere zwischen Hauptbahnhof und Spreebogen keinen Platz mehr ergattern konnte oder sie aus anderen Gründen verpasst hat, erhält nun im September eine neue Teilnahmechance. Auf besonderen Wunsch wiederhole ich auch die Tour durchs Nikolaiviertel. Die nächste Premiere gibt es Ende Oktober und zwar entlang der Leipziger Straße.

Für den traditionellen Tag der Steine in der Stadt biete ich je eine Führungen am 16. und 17. Oktober an und informiere Sie über weitere Stein-Programmpunkte in Berlin.

Für alle Touren bitte ich wie stets um Anmeldung, damit die Gruppenstärke im Sinne aller Teilnehmer auf jeweils 25 begrenzt werden kann; bei Bedarf finden zeitnah Wiederholungen statt.

Nun die Rundgänge und Termine im Einzelnen:

Naturwerksteine zwischen Hauptbahnhof und Spreebogen
Neubauten, die hier seit Beginn des 21. Jahrhunderts errichtet wurden, laden mit ihren großflächigen Natursteinfassaden zur genauen Betrachtung des vielfältigen natürlichen Materials ein. Neben dem ästhetischen Vergnügen an Farben und Mustern werden Erkenntnisse zu Eigenschaften, Entstehungsgeschichte und Herkunft vermittelt.
Samstag, den 19. September 2015, 14-16 Uhr; Kosten: 10 €, ermäßigt 8
Treffpunkt: Washingtonplatz gegenüber Hotel Steigenberger (Ella-Trebe-Str. 5) (S Hauptbahnhof)

Naturwerksteine auf dem Campus der Technischen Universität Berlin
Anhand der zwischen Straße des 17. Juni, Ernst-Reuter-Platz und Hardenbergstraße eingesetzten Steine lässt sich Bau-, Handels- und Erdgeschichte demonstrieren. Das gilt für das Pflaster der ehemaligen Kurfürstenallee, für Fassaden und Gedenksteine, für die Innengestaltung der einzelnen Gebäude aus unterschiedlichen Epochen zwischen 1870 und 1970 und auch für Restaurierungsphasen. Die Fassade des Hauptgebäudes bietet ein klassisches Beispiel für farbliche Gliederung durch bewusst ausgewählte Gesteinssorten. Die Führung endet in der Mineralogischen Sammlung, wo es zum Tag der Steine in der Stadt eine kleine Sonderausstellung gibt und bis 18 Uhr geöffnet ist.
Freitag, den 16. Oktober 2015, 14-16 Uhr; Kosten: 10 €, ermäßigt 8
Treffpunkt: Foyer Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135 (U2 Ernst-Reuter-Platz)

Naturwerksteine am Sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten und im Regierungsviertel am Spreebogen
Das Sowjetische Ehrenmal im Tiergarten wird bis heute mit Marmor aus der Reichskanzlei in Verbindung gebracht. Welche interessanten und vielfältigen Steine dort tatsächlich zu sehen sind, schauen wir uns auf dem Rundgang genauer an. Im angrenzenden Regierungsviertel wird man in Hinblick auf Naturwerksteine sowohl an den Fassaden der Altbauten wie z.B. Reichstagsgebäude und Haus der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft (früher „Reichstagspräsidentenpalais“) als auch im Bereich der Neubauten wie z.B. Paul-Löbe-Haus fündig und es lohnt darüber hinaus auch U-Bahn-Station, Pflasterungen und die Kronprinzenbrücke einzubeziehen… Lassen Sie sich überraschen!
Samstag, den 17. Oktober 2015, 14-16 Uhr; Kosten: 9 €
Treffpunkt: wird beim Vorverkauf angegeben
Vorverkauf: An der Urania 17 in 10787 Berlin-Schöneberg oder unter www.urania.de ab 7.9.15 (Öffnungszeiten Tageskasse Mo-Fr 14.30-20 Uhr)

Naturwerksteine im Nikolaiviertel
Nikolaikirche und Ephraimpalais bergen steinerne Schätze unterschiedlichster Art; an Brunnen, Skulpturen und auch im Straßenpflaster lassen sich weitere entdecken. Diese Naturwerksteine wurden in ganz verschiedenen Epochen vom 13. bis in das 21. Jahrhundert eingesetzt und reflektieren dabei Geschichte in dreifacher Weise: Die Erdgeschichte aufgrund ihrer Herkunft und Bildung, die Architekturgeschichte in ihrer technischen und künstlerischen Verwendung am Bau, die Handelsgeschichte aufgrund ihrer Verfügbarkeit.
Samstag, den 24. Oktober 2015, 14-16 Uhr; Kosten: 10 €, ermäßigt 8
Treffpunkt: Hauptportal der Nikolaikirche, Nikolaikirchplatz (U2 Klosterstraße oder S/U Alexanderplatz)

Premiere: Naturwerksteine in der Leipziger Straße
Auf dem großen ehemaligen Wertheim-Areal wurden im September 2014 der Gebäudekomplex „Mall of Berlin“ eröffnet. Die Fassadengestaltung weist großflächig verschiedene Naturwerksteine mit diversen Reliefs und Ornamenten auf. Auch im Inneren lassen sich punktuell Naturwerksteine für Tischplatten und Böden finden. Entlang der Leipziger Straße in Richtung Friedrichstraße schauen wir uns weitere steinreiche Gebäude aus unterschiedlichen Bauzeiten an, u.a. Bundesrat und Bundesministerium für Finanzen.
Samstag, den 31. Oktober 2015, 14-16 Uhr; Kosten: 10 €, ermäßigt 8
Treffpunkt: Leipziger Platz 12, Arkaden der Mall of Berlin (S/U Potsdamer Platz)
 

Tag der Steine in der Stadt 2015 in Berlin

Es folgen noch Informationen über Veranstaltungen zum Tag der Steine in Zusammenarbeit mit der Urania Berlin. Der Vorverkauf beginnt am 7. September 2015 unter www.urania.de und an der Tageskasse (An der Urania 17 in 10787 Berlin-Schöneberg; Öffnungszeiten: Mo-Fr 14.30-20 Uhr).

Mittwoch 14.10.2015 in der Urania, Berlin
„Bausteine der Berliner Schlössern“
Moderatorin: Dr. Angela Ehling, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Berlin
Kosten: 12 €, ermäßigt 10 oder pro Block (vor/nach Pause): 8 €, ermäßigt 6,50; Urania-Mitglieder 8 oder je 4,50

16:30 Uhr: Bertold Just, Leiter Schlossbauhütte, Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum: Baugeschichtliche Epochen des Berliner Stadtschlosses in steinernen Fragmenten und aktuelle Arbeiten in Stein für das Humboldtforum.
Die baugeschichtlichen Epochen des Berliner Stadtschlosses ab 1698 werden anhand von erhaltenen Fragmenten aus Sandstein dargestellt. Das Verständnis der historischen Arbeitsweisen im Sandstein ist Voraussetzung für die aktuellen, hier vorgestellten Modellbildhauer-, Abform- und Steinbildhauerarbeiten beim Bau des Humboldtforums.

16:50 Uhr: Holger Wehner, Dipl.-Ing. (FH), BBR Referat IV 1 – Projektleitung Humboldtforum: Alte und neue Sandsteine am Berliner Schoss – Humboldtforum.
Im Vortrag werden die gesteinstechnischen Anforderungen an die Sandsteine der Rekonstruktionsfassaden vorgestellt. Der Beitrag beinhaltet sowohl Betrachtungen zur materialauthentischen kulturhistorischen Verantwortung als auch zu den Forderungen an die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit.

Pause

17:30 Uhr: Dr. Guido Hinterkeuser, Kunst- und Architekturhistoriker, Publizist, Berlin: Alabastersaal und Weißer Saal. Zur Rolle von Natursteinen in der Innenausstattung des Berliner Schlosses.
Seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich Natursteine als Elemente der Raumausstattung im Berliner Schloss nachweisen. Der Beitrag gibt einen ersten chronologischen Überblick über die verwendeten Gesteinsarten und bringt sie mit dem jeweils herrschenden Zeitgeschmack sowie den finanziellen Möglichkeiten des Hofes in Verbindung.

18:00 Uhr: Michael Krempler, Dipl. Geol., Gutachter für Natursteine und mineralische Baustoffe, Berlin: „Des Bauens ist allhier kein Ende…“ Naturwerksteine am Schloss Charlottenburg und dem Mausoleum.
Im Vortrag werden die wichtigsten Naturwerksteine am Schloss Charlottenburg vorgestellt. Besonderes Augenmerk gilt dem Mausoleum im Schlosspark. Nicht nur historisch und künstlerisch wertvoll, stellt es auch ein steinernes „Schatzkästlein“ dar.

Ausstellung in den Foyers der Urania
Poster: Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum: Das Berliner Schloss und seine Steine
Vitirine/n: Dr. Angela Ehling: Naturwerksteine an/in Berliner Schlössern

Samstag den 17.10.2015 Exkursion 10:30 – 12.00 Uhr
Dr. Angela Ehling, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Berlin:
Die Geologische Wand im Botanischen Volkspark Berlin-Blankenfelde.
Der Gymnasiallehrer Eduard Zache wollte den Menschen in der rasant wachsenden Großstadt am Ende des 19. Jahrhunderts die neuen Erkenntnisse zur Entstehung unserer Landschaften nahebringen. So konstruierte er auf 50 m Länge und 2,50 m Höhe einen geologischen Schnitt durch die Erdgeschichte Mitteleuropas, der zugleich die Abfolge der Formationen, ihre Lagerungsverhältnisse, die wichtigsten tektonischen und magmatischen Ereignisse darstellt. Dafür verwendete er 123 verschiedene Gesteine aus fast allen Teilen Deutschlands.

Der Besucher hat dabei die Möglichkeit, die Gesteine anzufassen und die Erdgeschichte im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Auch nach über 100 Jahren entspricht die Geologische Wand weitestgehend dem aktuellen Wissensstand und präsentiert sich nach einer umfassenden Restaurierung in neuem alten Glanze.

Treffpunkt: wird beim Vorverkauf in der Urania angegeben, Kosten: 9 €

Weitere Veranstaltungen zum Tag der Steine in der Stadt findet man etwa ab der zweiten Septemberhälfte im Internet unter www.geo.tu-berlin.de/steine-in-der-stadt/tag_der_steine_in_der_stadt

Nun freue ich mich auf Ihre Anmeldungen – antworte darauf jeweils nur, falls ich Sie auf die Warteliste setzen muss – und verbleibe mit guten Wünschen und fröhlichem Glück auf!

Gerda Schirrmeister“

(30.08.2015)