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Türkische Studenten und Ingenieure besuchen die Steinmetzschule in Wunsiedel

Landrat Dr. Karl Döhler (4. v. re.) begrüßt die türkischen Gäste von der Partnerschule des EFBZ. Foto: EFBZ

Carolin Pfeuffer von der Steinmetzschule in Wunsiedel hat uns folgenden Bericht geschickt:

„Hoş geldiniz!“ – „Herzlich Willkommen!“ Bereits seit 2011 begrüßt das Europäische Fortbildungszentrum für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk (EFBZ) in Wunsiedel türkische Austauschstudenten. Für eine Woche bleiben die Gäste. Im Gegenzug besuchen im Oktober Wunsiedler Steinmetzlehrlinge die Universität in Torbali, der Partnerstadt des Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge.

Die Dokus Eyül Universität in der Türkei, zu Deutsch „Universität des 9. September“, ist eine staatliche Universität in Izmir. Eine ihrer 10 Fakultäten befindet sich in Torbali. Diese nennt sich „Torbali Meslek Yüksekokulu“ und befasst sich mit Gesteinstechnologie, Bildhauerei, Mosaiktechniken und Denkmalpflege.

Eine Partnerschaft mit dem handwerklich orientierten Fortbildungszentrum in Wunsiedel bietet sich folglich an. Am EFBZ vertiefen die Austauschstudenten in Workshops ihre Erfahrungen in der Steinbearbeitung. Bei der praktischen Arbeit und bei verschiedenen Exkursionen, zum Beispiel zur Dombauhütte in Regensburg, lernen sie die Feinheiten der Steinbearbeitung kennen.

Den Geologen Ramazan Hacımustafaoğlu fasziniert an dem Dom vor allem die Bauweise der Türme. Nach einem steilen Aufstieg wird der tolle Ausblick genossen. Begeistert sind die Studenten und Professoren auch von unseren barocken Kirchen: „So viel Gold!“, schwärmt Dr. Ing. Özge Gök, von der türkischen Universität. Auf diese Weise erfahren die Besucher mehr über deutsche Kunstgeschichte und typische Bauweisen.

Doch diese interkulturelle Bildungszusammenarbeit fördert nicht nur die berufliche Weiterentwicklung der jungen Menschen. Der Dialog untereinander ist ebenso wichtig. Die Studenten und Lehrlinge lernen eine neue Kultur kennen und entwickeln Verständnis füreinander. Ein solcher Austausch ist vor allem in heutiger Zeit mit Vorurteilen gegenüber Fremden bedeutend. „Wir können alle voneinander lernen!“, sagt Landrat Dr. Karl Döhler bei seinem Besuch in der Werkstatt des Europäischen Fortbildungszentrums.

Auch im Konzept der Weiterentwicklung des EFZB zu einem „Kompetenzzentrum Stein“ soll die Zusammenarbeit mit der türkischen Universität weiterentwickelt werden. Denn die Beteiligten des Austausches sind sich sicher: Diese Woche hat sich für alle gelohnt!

Europäisches Fortbildungszentrum für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk (EFBZ)

Dokus Eyül Universität (türkisch)

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(04.09.2015)