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Ein Reihenhaus in Spanien mit einer in vielerlei Hinsicht ungewöhnlichen Marmorfassade

Arias Recalde taller de arquitectura: Reihenhaus in Spanien.

Architekt Luiz Gonzalo Arias Recalde verwendete Natursteinabfall, gestaltete Würfel und ließ die Steinleisten rund laufen

An dieser Fassade an einem Reihenhaus in der Nähe von Granada ist eigentlich alles außergewöhnlich. Wo fangen wir an?

Machen wir’s so: das Normale ist das Material, nämlich Marmor Macael, der aus der Region stammt und dort vielfach am Bau verwendet wird.

Die Bauweise hat sich so eingebürgert, wie sie ist, um eine Vorschrift einzuhalten: die Front des Hauses muss 3 m von der Straße entfernt sein.

Aber dann ist diese Fassade doch sehr anders als an den anderen Reihenhäusern. Deren Bauweise hat sich so eingebürgert, wie sie ist, um eine Vorschrift einzuhalten: die Front des Hauses muss 3 m von der Straße entfernt sein.

Der Architekt Luiz Gonzalo Arias Recalde gibt eine Begründung für seine Gestaltung: „Wir wollten einfach nicht eine solch langweilige Häuserfront, sondern eine Fassade mit großer Dynamik.“

Gonzalo Arias ließ Würfel vor- und zurückspringen. Die Front dieser einzelnen Würfel ist mit Marmor verkleidet, allerdings, und man sieht es auf dem Foto: …

Die Linien in den Würfeln laufen nicht horizontal oder vertikal wie allgemein üblich, sondern rund!

… die Linien in den Würfeln laufen nicht horizontal oder vertikal wie allgemein üblich, sondern rund! Dazu wieder der Architekt: „Wir wollten die Idee des Fensters zum Öffnen herausstellen, quasi das Fenster in Bewegung zeigen.“

Dass diese Bewegung aber doch eher unauffällig bleibt, hängt mit der zurückgesetzten Mitte der Fassade zusammen: Diese besteht nur aus Glas und lässt viel Licht ins Haus, ohne dass die Hitze der Wärmestrahlung ins Gebäude kann.

Dass diese Bewegung aber doch eher unauffällig bleibt, hängt mit der zurückgesetzten Mitte der Fassade zusammen: Diese besteht nur aus Glas und lässt viel Licht ins Haus, ohne dass die Hitze der Wärmestrahlung ins Gebäude kann. Das wiederum war eine der Grundideen des Architekten.

Zum Schluss noch das Beste in Sachen Marmor: der Stein an der Fassade ist nämlich eigentlich Abfall – es handelt sich um Fußleisten, die die Firma Mármoles Serrano auf Lager hatte, billig loswerden wollte und gerne für die neue Nutzung zurechtschnitt.

Die Leisten wurden von Hand mit einem speziellen Kleber der weltweit aktiven Schweizer Firma Sika angebracht. Die Arbeiten führte die Baufirma Mucarsa aus.

„Wir hatten ein Material gesucht, dass eine Ausstrahlung von Natürlichkeit haben würde“, schreibt uns Gonzalo Arias, „gleichzeitig sollte es sich ein bisschen von dem Üblichen abheben.“

Arias Recalde taller de arquitectura

Mármoles y Granitos Alfonso Serrano

Sika

Fotos: Javier Callejas

Arias Recalde taller de arquitectura: Reihenhaus in Spanien.Arias Recalde taller de arquitectura: Reihenhaus in Spanien.Arias Recalde taller de arquitectura: Reihenhaus in Spanien.Arias Recalde taller de arquitectura: Reihenhaus in Spanien.

(29.10.2015)