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Irans Natursteinbranche: Millionen-Investitionen in Technologie und Qualifizierung

Auf der Marmomacc führte eine Delegation Gespräche mit Vertretern Italiens

Im Juli 2015 verkündete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, die Sanktionen gegen den Iran aufzuheben. In Kraft treten wird der Beschluss zum Jahreswechsel, aber auf der aktuellen Marmomacc zeigten sich schon entsprechende Aktivitäten. Denn Iran ist weltweit der fünftgrößte Produzent von Naturstein. Marmor, Travertin und Onyx sind seine Sorten.

„Irans Natursteinindustrie sucht nach neuen Partnern“, heißt es in einer Pressemitteilung der Messegesellschaft Veronafiere. „Geplant sind Investitionen in Technologie in Höhe von 200 Millionen $, um die mehr als 5000 Verarbeitungsstätten und über 500 Steinbrüche zu modernisieren.“ Auch die rund 87.000 Beschäftigten der Branche bräuchten ein Update ihres Know-hows.

Anwesend auf der Messe in Verona war deshalb eine iranische Delegation unter Leitung des Vizeministers für Wirtschaft, Handel und Bergbau, Jafar Sargheini. „Wir sind ein stabiler und zuverlässiger Player im Mittleren Osten und haben eine starke Wirtschaft in der Region“, betonte er.

Um Investoren ins Land zu holen, habe seine Regierung günstige Bestimmungen bezüglich der Besteuerung und dem Umgang mit den Gewinnen in Kraft gesetzt. Vergünstigungen gebe es auch im Bezug auf Energiekosten und Beschäftigung.

Der CEO und Generaldirektor der Veronafiere, Giovanni Mantovani, will die Messe nicht nur zu einer Drehscheibe der Kontakte machen. Er sieht auch die Qualifizierung der Beschäftigten in Irans Steinbranche als attraktives Feld für die Marmomacc: „Wir stellen uns vor, das unsere Stone Academy im Iran aktiv wird.“

Derzeit arbeite man an einem Übereinkommen mit der iranischen Regierung, um die Kooperation auf Maschinen für Landwirtschaft und Bau auszudehnen. In diesen Bereichen hat die Veronafiere bereits Aktivitäten in Ägypten und Brasilien.

Die Natursteinmessen im Iran sind in unserer Liste zusammengestellt.


(04.11.2015)