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Dr. Carlo Montanis „XXVI Report marble and stones in the world“: Steinbranche im anhaltenden Aufwind

Dr. Carlo Montani. Foto: Ennevi / Marmomacc

Der italienische Statistik-Sepzialist konstatiert gutes Wachstum, beklagt aber gleichzeitig ungenutzte Chancen

Beachtliche Steigerungen im weltweiten Naturstein-Handel konstatiert Dr. Carlo Montani in seinem zweisprachigen Statistik-Jahrbuch „XXVI Rapporto marmo e pietre nel mundo 2015 / XXVI Report marble and stones in the world 2015“: 2014 wurde gegenüber dem Vorjahr bei den Exporten nach Tonnage ein Plus um 6,7% erreicht (insgesamt 56,9 Millionen t).

Die weltweite Steingewinnung stieg im gleichen Zeitraum um 3,85% auf 103,5 Millionen m³ (brutto einschließlich der Abfälle, die später bei der Verarbeitung wegfallen). Damit wurde erstmals die magische Marke von 100 Millionen m³ übersprungen. Umgerechnet auf Platten mit einer Dicke von 2 cm entsprach das 1,5 Milliarden m².

Auf längere Sicht betrachtet, zeigt die Branche einen anhaltenden Aufwärtstrend: innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich der internationale Handel mit Naturstein vervierfacht! Das entsprach einer Steigerung um 14% pro Jahr, „viel mehr als die Weltwirtschaft als Ganzes erreichte“, wie Montani anmerkt.

 So zeigt ein Blick in die Tabelle mit den großen Produkteuren, dass es im Wesentlichen die beiden Branchenriesen China und Indien waren, die die Steigerungen verursachten. Die Länder auf den folgenden Plätzen hingegen verzeichneten ein Minus, wenn auch nur ein minimales.

Allerdings sind solche statistischen Mittelwerte immer auch etwas irreführend. So zeigt ein Blick in die Tabelle mit den großen Produkteuren, dass es im Wesentlichen die beiden Branchenriesen China und Indien waren, die die Steigerungen verursachten. Die Länder auf den folgenden Plätzen hingegen verzeichneten ein Minus, wenn auch nur ein minimales.

Bemerkenswert ist, dass der Anteil von Fertigprodukten am internationalen Austausch kontinuierlich zunimmt.

Montani wirft bei seinen Analysen auch einen Blick auf Afrika, wo er „neue Möglichkeiten“ sieht. Gemeint ist damit zum einen die steigende Produktion bei den Branchengrößen Ägypten oder Südafrika, aber auch bei Ländern in den Startblöcken wie Zimbabwe, Benin, Togo oder Marokko.

Zum anderen konstatiert er, dass einige Länder in Afrika zu Importeuren geworden seien. Hoffnungsvolle Ansätze hätten hier die Verhandlungen in Dakar und Lusaka gezeigt, wo über eine Branchenkooperation mit den Industrienationen geredet wurde.

Schnell noch ein Blick auf die Importeure, in der Tabelle in alphabetischer Reihenfolge. Die meisten Großen hier sind auch im Export die Großen.

Schnell noch ein Blick auf die Importeure, in der Tabelle in alphabetischer Reihenfolge. Die meisten Großen hier sind auch im Export die Großen. Das heißt in den meisten Fällen: sie importieren Blöcke oder Platten, verarbeiten sie und exportieren sie wieder in Form von neuen Produkten.

Interessant ist folglich der Pro-Kopf-Verbrauch von Naturstein. Daran zeigt sich nämlich, wo am meisten Naturstein verwendet wird.

Interessant ist folglich der Pro-Kopf-Verbrauch von Naturstein. Bemerkenswert ist, dass die 4 Länder an der Spitze der Tabelle einen Verbrauch von mehr als einem Quadratmeter pro Person haben. Jedoch: wieso eigentlich liegt Belgien ganz vorn, aber die Niederlande und die USA ganz hinten und Deutschland nur im Mittelfeld?

Klar, dass hier die reichen Länder an der Spitze liegen.

Bemerkenswert ist, dass die 4 Länder an der Spitze der Tabelle einen Pro-Kopf-Verbrauch von mehr als einem Quadratmeter pro Person haben.

Jedoch: wieso eigentlich liegt Belgien ganz vorn, aber die Niederlande und die USA ganz hinten und Deutschland nur im Mittelfeld?

Wir verraten die Antwort: der belgische Verband hat eine Kampagne für seinen Blaustein (fälschlich auch: belgischer Granit) gemacht, die außergewöhnlich gut eingeschlagen ist.

„XXVI Rapporto marmo e pietre nel mundo 2015 / XXVI Report marble and stones in the world 2015“, Dr. Carlo Montani, Aldus Casa di Edizione, Carrara, Print 35 €, pdf 20 €

Tabellen: aus dem Buch

(06.12.2015)