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Steinmetze sehen sich geschäftlich im Aufwind

Von guten Auslastung ihrer Betriebe gehen die Steinmetze auch im kommenden Jahr aus, so die BIV-Konjunkturumfrage Herbst 2015. Unser Bild zeigt den Nachwuchs auf der Stone+tec im vergangenen Mai.

Laut Konjunkturumfrage des BIV blicken die Betriebe optimistisch auf 2016 / Lage auch im Grabmalbereich besser

In der aktuellen Herbstumfrage des Bundesverbandes Deutscher Steinmetze fällt die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage auffallend positiv aus: 39,5 % der befragten Steinmetzbetriebe bezeichnen Ihre Geschäftslage als gut, 54,8 % als befriedigend und nur 5,7 % als schlecht. Im Vorjahr waren noch 12,2 % der Betriebe unzufrieden.

Was das kommende Jahr betrifft, haben 76,5 % der befragten Betriebe bessere oder gleichbleibende Geschäftserwartungen.

Trotz der fortwährenden Krisendiskussionen rund um den Friedhof geben die Betriebe im Grabmalbereich eine gestiegene gute Geschäftslage an (38,8% gegenüber 22,3% im Vorjahr). Dabei haben Betriebe mit einer Mitarbeiterzahl von 5 bis 9 eine besonders gute Betriebsentwicklung.

Die Geschäftslage ist bei 51,2 % gut (im Vorjahr 32,2%) und nur 2,4% (im Vorjahr 6,7%) bezeichnen sie als schlecht. Gleichermaßen gute Angaben kommen sowohl aus West- wie auch aus Ostdeutschland: 40 % haben im Westen eine gute Geschäftslage (im Vorjahr 29,3%) und 33,3 % im Osten (im Vorjahr 25,6%).

Die Umsatzverteilung bei den befragten Steinmetzbetrieben laut Konjunkturumfrage Herbst 2015.

Die Umsatzverteilung bei den Mitgliedern des Bundesverbandes bleibt weiterhin konstant. Der Grabmalbereich ist mit 62,5 % dominierend, gefolgt vom Baubereich mit 26,2 %, der Restaurierung mit 9,1% und der Gartengestaltung mit 2,2 %.

Entsprechend der guten Stimmungslage werden im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Umsätze gemeldet (27,4 %, im Vorjahr 18,3%). Auch hier meldet der Grabmalbereich (29,7 %, im Vorjahr 16,3 %) deutlichere Zuwächse als der Bau- und Restaurierungsbereich (23,2 %, im Vorjahr 21,5%).

Der Mitarbeiterbereich ist relativ konstant geblieben mit durchschnittlich 6,9 Mitarbeitern (6,2 im Vorjahr). Die Betriebe schultern die positive Geschäftsentwicklung mit Ihrer Stammbelegschaft und sind mit Neueinstellungen verhalten. Auch die Schwierigkeiten, gutes qualifiziertes Personal zu finden, schlägt sich hier nieder. Gemäß der Konjunkturergebnisse kann das Steinmetzhandwerk jedoch mit Berufsperspektiven aufwarten.

Der Auftragsvorlauf ist im Vergleich zum Vorjahr im Grabmalbereich nur leicht gestiegen von 4,9 auf 5,1 Wochen, im Baubereich ist er gesunken von 9 auf 7,3 Wochen.
Trotz des bevorstehenden Winters schauen die Steinmetzbetriebe also insgesamt optimistisch auf das kommende Jahr. Der Baubereich ist zurückhaltender: 22,9 % erwarten eine verschlechterte Geschäftslage (im Vorjahr 14,5 %). Insbesondere Betriebe mit einer Mitarbeiterzahl von 5 bis 9 beurteilen ihre Geschäftslage positiv. Nur noch 13,8% erwarten eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage, im Vorjahr waren es noch 29,2%.

Der Grabmalbereich hat 11,7% mehr investiert als im Vorjahr, während der Baubereich mit 4,8 geringere Investitionen angibt. Diese Angaben schließen sich in der Vorausschau auf das kommende Jahr an.

Die komplette Auswertung zur Konjunkturumfrage kann beim BIV, Gudrun Zado (Mail) angefragt werden.

Quelle: BIV

(22.12.2015)