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Chefs im Mittelstand unter Druck: zu wenig Urlaub, zu wenig Zeit für neue Ideen

Geschwindigkeit ist eines der Phänomene in unserem Alltag, die Zeitknappheit verursachen und den Augenblick quasi verwischen.

Internationale Studie bestätigt das Alltagsgefühl des Managements in kleinen und mittelgroßen Unternehmen

Zu wenig Urlaub, zu wenig Zeit für neue Ideen: eine internationale Studie von Software-Hersteller Sage in 11 Ländern hat ergeben, dass den Chefs gerade kleiner Firmen zu wenig Zeit, um erstens Innovationen zu entwickeln und zweitens sich vom Alltagsstress zu erholen. Fast ein Drittel (32%) der Befragten gab zu, dass es das Thema neue Produkte aus diesem Grund vernachlässigt. Durchgeführt wurde die Erhebung von Redshift Research.

Wie die Studie auch herausgefunden hat, arbeitet fast die Hälfte (46%) der befragten Unternehmer mehr als 40 Stunden pro Woche. In Deutschland sind es sogar 57 Prozent. Schuld an den Überstunden sei vor allem ein Mangel an kompetenten Mitarbeitern, wie 42 Prozent der Befragten weltweit meinen.

Nach verschiedenen Bereichen gefragt, die angesichts der Arbeitsbelastung auf der Strecke blieben, ist das Entwickeln neuer Ideen der am häufigsten genannte. Außerdem fehlt die Zeit, um Kunden zu kontaktieren, Mitarbeiter zu entwickeln und Rechnungen zu bezahlen.
In einer kleinen Anzahl von Ländern, darunter Deutschland und England, sagten die Umfrageteilnehmer, dass sie eigentlich lieber Zeit in Innovationen investieren würden als für administrative Aufgaben.

Neben der mangelnden Zeit für Innovationen sagt über ein Drittel (38%), dass der Zeitdruck sie bereits einmal Kunden gekostet habe.

An Urlaub ist daher für viele Mittelständler nicht zu denken. Ganze 33 % gönnen sich weniger als 5 Tage Urlaub im Jahr. Wenige Auszeiten nehmen sich auch die deutschen Kleinunternehmer: 19 Prozent von ihnen gaben an, komplett auf Urlaub zu verzichten; 13 Prozent haben weniger als 5 Tage genommen. Gerade einmal 22 Prozent nehmen die für Arbeitnehmer üblichen 26 bis 30 Tage.

Sage

(06.01.2016)