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„Die Mutter der Künste. Bauplastik und Kunsthandwerk in der Architektur“

Vernissage der Ausstellung. Im Vordergrund die Spolie „Bartetzko“. Foto: Bernhard Schneider

In einer Ausstellung in Frankfurt/Main geht es um die Integration historischer Elemente in die Neubausubstanz am DomRömer

Kann man in der Architektur von heute durch die Integration historischer Bauteile, so genannter Spolien, die Traditionen und das Kunsthandwerk vergangener Zeiten am Leben halten und erneuern? Oder sind solche alten Elemente nur Feigenblätter in einem geschichtlich fragwürdigen Bauvorhaben??

Beim Wiederaufbau des Quartiers DomRömer in Frankfurt/Main werden historische Bauplastiken und kunsthandwerkliche Elemente in die Neubausubstanz eingesetzt. Der Schweizer Architekt, Bildhauer, Zeichner und Fotograf Marc Jordi ist mit der Architektin Susanne Keller an dem Projekt beteiligt und zeigt noch bis zum 21. Februar in der Ausstellungshalle einen Werkbericht dazu.

Die Präsentation gibt einen Einblick in die Planungen der beiden Projektteile Markt 40 und Markt 8 sowie in weitere Arbeiten von Jordi, wo es ebenfalls um die Integration historischer Fragmente ging.

Gezeigt werden außerdem Werke von Kunsthandwerkern, die für eine Fortführung der Bautradition stehen.

Wie es in der Einladung zur Ausstellung heißt, kommt auch das Werk des kürzlich verstorbenen Architekturkritikers der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Dieter Bartetzko, zur Sprache, insbesondere sein Engagement für die Frankfurter Altstadt. Bartetzko hatte historische Bauelemente gesichert, von denen nun einige im Haus Markt 40 an der dem Römer zugewandten Giebelseite einen neuen Platz finden sollen.

Unterstützt wird die Ausstellung vom Bamberger Natursteinwerk Hermann Graser.

Die Mutter der Künste. Bauplastik und Kunsthandwerk in der Architektur“, Ausstellungshalle Frankfurt/Main, noch bis 21. Februar 2016

Jordi & Keller Architekten

DomRömer

(10.02.2016)