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Aleksandra Skolak: Schmuckdesign mit Naturstein aus Schlesien

Aleksandra Skolak: Schmuckdesign mit Naturstein.

„Das Wahrzeichen und der Reichtum unserer Region ist der Granit“

Auf unsere Mail mit der Frage, warum sie Schmuck ausgerechnet aus Naturstein fertigt, schreibt uns Aleksandra Skolak sehr bestimmt: „Das Wahrzeichen und der Reichtum unserer Region ist doch der Granit.“ Dazu müssen wir ergänzen, dass ihre ganze Familie die Wurzeln tief in dem Material hat, das seit Generationen im polnischen Niederschlesien in der Gegend um die Stadt Strzegom abgebaut wird: der Vater war Spezialist im Steinbruch, der Schwiegervater machte sich einen Namen in der Verarbeitung von Stein, und mit dem Ehemann zusammen leitet sie das Unternehmen Granex.

Sie selber kam über das Steinmetzhandwerk zum Schmuckdesign, und zum Schmuckdesign in dem Bemühen, regionaltypische Produkte zu entwickeln und damit auch die Angebotspalette des eigenen Betriebs zu erweitern.

Es geht also auch um Modernisierung und um die neuen Chancen, die sich in Polen seit dem Ende des Kommunismus 1989 ergeben haben.

Aleksandra Skolak: Schmuckdesign mit Naturstein.

Die Anregungen für den Schmuck bringen sie und ihr Ehemann von den Natursteinmessen auf der ganzen Welt mit. In den Werkstätten der Firma kommt dann als zweitwichtigstes Material Silber dazu. „Andere Elemente wie bunte Riemen, Mineralien oder andere Natursteine stellen lediglich eine Ergänzung dar“, betont sie.

Wie aber steht es um das Gewicht der Schmuckstücke? Da legt sie Zahlen vor, dass das spezifische Gewicht von Granit sich mit dem anderer Materialien aus der Schmuckfertigung messen kann. Außerdem achtet sie auf die Größe der Elemente: „So hat die kleinste Steinkugel mit Durchbohrung 4 mm Durchmesser. Größere Teile sind zum Beispiel eine Steinkugel mit einem Durchmesser von 18 mm und ein Würfel mit einem Volumen von 15x15x15 mm“, heißt es in ihrer Mail.

Aleksandra Skolak: Schmuckdesign mit Naturstein.

Eng mit dem Schmuckdesign hängt die Fundacja Bazalt (Bazalt-Stiftung) zusammen, die sie 2011 mit ihrem Mann gründete. Dabei ging es ursprünglich um die Renaturierung des Steinbruchs dieses Gesteins.

Das Konzept für die Stiftung war ursprünglich, das Gelände als Ausflugsziel für die Bewohner und den Tourismus aufzuwerten.

Aleksandra Skolak: Schmuckdesign mit Naturstein.

Inzwischen ist der Granit hinzugekommen, indem die Stiftung ein breiteres Programm rund um Naturstein unterhält. Initiativen reichen vom Schmuckdesign und Bildhauersymposien im Basalt-Steinbruch über Mosaik-Workshops bis hin zu einer regelmäßigen Sommerschule für Architektur. Der Leitgedanke der Veranstaltung lautet: „Schlechte Steine gibt es nicht, es gibt lediglich Steine, die schlecht eingesetzt werden”.

Finanziert wird die Stiftung unter anderem aus Gründungsgeldern, aus dem Verkauf der Schmuckstücke und durch Mittel der Regionalregierung.

Granit-Herzen des Bildhauers Jerzy Zysk.

Viel Begeisterung für die Heimat steckt darin, und insofern ist nicht verwunderlich, dass Bildhauer Jerzy Zysk aus Strzegom im Rahmen einer Stiftungs-Initiative kleine Herzen aus Granit entwickelte: sie werden in Niederschlesien als Erinnerungsstücke an Gäste und Besucher verteilt.

Fundacja Bazalt

Granex

Fotos: Aleksandra Skolak

Aleksandra Skolak: Schmuckdesign mit Naturstein.Aleksandra Skolak: Schmuckdesign mit Naturstein.Aleksandra Skolak.

(21.02.2016)