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Stona 2016: der Umweltbescheid für Steinbrüche soll in Indien schneller kommen

Steindesign der indischen Firma <a href="http://www.worldofstones.com/"target="_blank">World Of Stones</a>.

Insbesondere der Bundesstaat Karnataka klagt, dass die Politik seine Steinbranche behindert

Update: The below mentioned training center near Hosur will also have a stone-museum and a showroom and facilities for stone-testing, The Hindu reports.

Für indische Unternehmer könnte es in Zukunft leichter sein, Lizenzen für neue Steinbrüche beziehungsweise Verlängerungen für bestehende zu bekommen. Am Rande der Messe Stona in Bangalore (03.-06. Februar 2016) kündigte ein Vertreter des nationalen Bergbauministeriums an, dass die Anträge für den notwendigen Umweltbescheid künftig auf 3 Stufen abgewickelt werden: „Ein Steinbruch für Granit oder Marmor mit einer Größe von bis zu 5 Hektar kann seinen Antrag beim lokalen Distrikt stellen, ein Betrieb von 5 bis 50 Hektar muss es auf der Ebene des Bundesstaates tun und nur die noch größeren Betriebe müssen sich an die nationalen Komitees wenden“, sagte der Sekretär im Ministerium, Balvinder Kumar, laut Tageszeitung The Hindu.

Der Verband der Natursteinbranche, FIGSI (Federation of Indian Granite and Stone Industry, ehemals AIGSA), begrüßte diese Neuerung.

Laut The Hindu geht es darum, den Export von Natursteinen voranzubringen. „Von Indiens verfügbaren Vorkommen an Marmor und Granit in Höhe von 4,6 Milliarden Kubikmetern nutzen wir bisher kaum 5%“, so der Vertreter des Ministeriums. Ziel müsse sein, in den nächsten 3 Jahren diese Exporte auf das Sechsfache zu steigern.

Die Klagen der Branche über die Politik und unter anderem über die Umweltgesetzgebung sind alt. So führte FIGSI-Präsident R. Sekar in einem Vortrag aus, dass in den vergangenen 6 oder 7 Jahren die Granitverarbeitung in Karnataka auf die Hälfte zurückgegangen sei, dies wegen mehr als 4000 unerledigten Anträgen für Steinbrüche.

„Die Zahl der Brüche in Betrieb liegt in Karnataka derzeit bei jämmerlichen 250, dabei gibt es 10.000 verfügbare Lagerstätten gibt“, zitiert The Hindu den FIGSI-Vize-Präsidenten S. Krishna Prasad.

Rajasthans Regierung agiere wirtschaftsfreundlich, so dass dort mittlerweile rund 40.000 Marmor- und Granitbrüche aktiv seien.

Das habe schon dazu geführt, dass Karnataka unter den Bundesstaaten mit Natursteinproduktion von ehemals Platz 1 auf Platz 5 zurückgefallen sei. Sogar der erst 2014 eigenständig gewordene Bundesstaat Telangana habe mit seinen 4000 Brüchen den ehemaligen Spitzenreiter schon hinter sich gelassen.

Ehrengast der Messe war der Wirtschaftsberater der peruanischen Botschaft, Luis Cabello. Vergeben wurden zahlreiche Preise, etwa für die Leistungen von Firmen im Export einzelner Steinsorten, für den Betrieb von Steinbrüchen oder an Studenten der Geologie.

Wie üblich gab es auf der alle 2 Jahre stattfindenden Messe wieder das Künstlerdorf „Shilpgram“, wo Kunsthandwerker ihre Werke präsentierten und live arbeiteten.

Eine der Attraktion für die Besucher war die lebensgroße Statue des ehemaligen indischen Präsidenten APJ Abdul Kalam in schwarzem Granit. Ausgeführt worden war die Arbeit vom Grabmalhersteller Kani Granites als Kopie des Originals in Chandipur Beach.

Der Verband FIGSI plant ein Ausbildungszentrum für die Branche und hat zu diesem Zweck schon ein Grundstück nahe Hosur im Bundesstaat Tamil Nadu gekauft, meldet IBC World News. Dort soll an modernsten Maschinen und auf internationalem Niveau gelernt werden.

The Hindu (1, 2)

IBC News

Update: The Hindu

(20.03.2016)