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Designerin Caterina Moretti: Marmortisch mit Kalksteininsel

Caterina Moretti (Peca): „Isla“.

Die Gründerin des Studios Peca in Guadalajara, Mexiko pflegt bei ihrem Produktdesign ein „elegantes Amüsement“

Am besten hat uns „Isla“ (Insel) gefallen. Man müsste noch mal Kind sein und so einen Tisch zum Spielen haben. Okay, essen daran ginge auch, wobei es dann aber gleich wieder Ärger mit den Eltern gäbe, weil man die Suppe oder den Joghurt doch so herrlich um den Berg im Tisch herum verteilen würde.

Caterina Moretti (Peca): „Isla“.

Die Insel ist eine handgearbeitete Skulptur aus unpoliertem Marmor, die in eine Vertiefung in der Tischplatte aus dem spanischem Kalkstein Bateig Azul (Bateig Blue) eingebettet ist. Beachtenswerte Details sind auch die Teile aus schwarz lackiertem Eichenholz mit Messingfüßen.

Caterina Moretti (Peca): „Isla“.

Caterina Moretti ist die Designerin. Sie wurde in Wien geboren, studierte Architektur an der ITESCO Universität in Guadalajara in Mexiko, legte einen Master in „Kritik und Projekte“ an der Polytechnischen Universität von Cataluña in Barcelona drauf und gründete 2007 gut Dreißigjährig ihr Studio Peca in Guadalajara.

Sie macht Produktdesign, also Gegenstände für den täglichen Gebrauch, gibt ihren Arbeiten aber über den reinen Gebrauchswert hinaus eine unverkennbare Note. Bei „Isla“ ist es ein „elegantes Amüsement“, wie es in den Pressematerialien heißt. Besser kann man es nicht ausdrücken.

Caterina Moretti (Peca): „Santa Clara“.

„Santa Clara“ aus wahlweise weißem beziehungsweiße schwarzem Marmor und poliertem Kupfer hat wieder in uns die kindliche Ader angesprochen. Als Ablage für Dinge oder als Buchstützen lassen sich die Mini-Steinblöcke mit den schrägen Ecken und den Kupferschüsselchen verwenden. Genauso kann man als Kind sie auch stundenlang einfach nur hin- und herräumen (bis am Ende der Klügere doch wieder nachgibt und die Schulaufgaben macht).

Caterina Moretti, Ana Saldaña (Peca): „Lava“.

Bei „Lava“ zeigt sich besonders deutlich der Kontrast zwischen den Materialien, den Caterina Moretti – neben einfachen Formen – als Kennzeichen ihres Designs hat. Diese Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Ana Saldaña, eine der Fachkollegen, die Caterina Moretti in ihr Studio eingeladen hat.

Caterina Moretti, Ana Saldaña (Peca): „Hauri“.

„Hauri“ bezieht sich auf die alte Tradition der Huichol Indianer, die bei ihren Pilgerfahrten nach Wirikuta „Kerzen des Lebens“ anzünden. Zusammen mit Ana Saldaña hat Caterina Moretti hier durchgespielt, was man mit einer Kugel beziehungsweise deren Hälften sowie mit Marmor und Messing machen kann.

Caterina Moretti (Peca): „Mökki“.

„Mökki“ schließlich, klar, das ist wieder unser Thema: ein Mini-Garten, den die Kunden ausdrücklich selber arrangieren sollen, darin ein Häuschen aus Onyx, in dem man ein LED-Licht an- und ausschalten kann. Einerseits Sicherheit und Geborgenheit, andererseits Freiheit unbegrenzt auf einer von einer Marmorwand umgebenen Insel.

Was will man mehr?

Was wir wollen, sind mehr Arbeiten von Caterina Moretti in Naturstein, auch wenn die Preise, die im Shop auf ihrer Webpage genannt werden, gesalzen sind.

Peca, Caterina Moretti

Bateig

Fotos: Pablo Fernández del Valle

Caterina Moretti.

(04.09.2016)